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...undankbare Kostheimer
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...undankbare Kostheimer

Tja, die Kostheimer sind soo undankbar. Und Wiesbaden meint es nur soo gut. 2014 war für Kostheim das Jahr der konsequent nicht praktizierten Bürgerbeteiligung. Gesunde Kastanien wurden gefällt, weil man es kann.

Die Bäume sind weg, die neuen Pappeln zittern in Reih und Glied. Wen interessiert es da noch, dass alle - außer Dr. Franz und seinen Koalitionspartnern,  Recht hatten mit der Einschätzung der Vitalität der Bäume.

Der Mathildenhof wurde konsequent an den Bedürfnissen vor Ort vorbeigeplant, Rollrasen und Sichtbeton, als architektonisches Highlight ausschließlich für Kleinkinder. Denn die Kinder der benachbarten Grundschule dürfen hier nicht spielen und andere schon gar nicht. Reglementieren, verbieten, und gesunde Bäume umhauen, der Dr. Franz, der kannz.

In der Bürgerhausdebatte werden die beiden Ortsteile ebenso konsequent  gegeneinander ausgespielt und nachdem sich in  Kostheim Widerstand gegen den Neubau regt, den hauptsächlich die Kasteler dringend brauchen, und mit dem Kostheimer Bürgerhaus-Grundstück bezahlen wollen, sind die Räume im Kostheimer Bürgerhaus auf einmal schadstoffbelastet.

Kommen da  Gifte, wie Kai aus der Kiste, gerade zum richtigen Zeitpunkt? Dabei konnten doch, als der ehemalige OB Dr. Müller noch sanieren wollte, keine Schadstoffe gefunden werden?!

Und der Architektursommer, mit der Maaraue - die Kostheimer Industriebrache -  als Ausgangspunkt für „zukunftsfähige“  Entwürfe. Sieht man sich die die Planungen genauer an, sieht man sofort, hier wird gar nichts Neues gezeigt. Die fehlende Inspiration erkennt man auch daran, dass die teilnehmenden Büros in ihren Entwürfen nur 1:1 nach Kostheim kopieren, was sie sonst auch machen. Na ja, wenigstens  Kastel nimmt alles.

Wenn dann Mainz und Wiesbaden im Architektursommer, mit Hilfe von 2 gelben Plakaten,  vernäht werden, wie Herr Hupfauf dass so schön in der AZ formulierte, wird bestimmt alles gut, alles.

Man kann konstruktive Kritik und engagierte Bürger auch als Chance verstehen. Und Ideen gibt es in Kostheim für Kostheim genug,  die interessieren in Wiesbaden aber niemand.

Wer konsequent eine kritische Auseinandersetzung scheut und immer, ohne auch nur mit  einem Bürger gesprochen zu haben, zu wissen meint, was gut ist für diesen Ort, dafür Dankbarkeit einfordert und dann beleidigt ist, wenn diese ausbleibt, der sollte seine politische Karriere vielleicht noch einmal überdenken.

(Claudia Bau)

 
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