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Neues Leben in altem Gebäude
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Neues Leben in altem Gebäude

Land unterzeichnet mit Stadt Wiesbaden und Hochschule Fresenius Absichtserklärung zur Nutzung des Alten Landgerichts.

Ab sofort stehen die Pläne zur weiteren Nutzung des Alten Landgerichts in der Wiesbadener Moritzstraße fest: Das Land Hessen hat zusammen mit der Stadt Wiesbaden und der Hochschule Fresenius die Einzelheiten zur zukünftigen Verwendung der ehemaligen Gerichtsliegenschaften in der Wiesbadener Moritzstraße vereinbart.

Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich, Hochschulpräsident Botho von Portatius und der Geschäftsführer der Hochschule Fresenius, Hermann Kögler, haben die Details in einer gemeinsamen Absichtserklärung festgehalten.

„Wir als Land Hessen möchten selbstverständlich zu einer positiven Entwicklung des Stadtquartiers beitragen. Durch die Unterzeichnung der Absichtserklärung erreichen wir ein Stück weit Planungssicherheit für alle Beteiligten.

Somit ist die heutige Vereinbarung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Neunutzung des Areals“, erklärte Finanzminister Dr. Thomas Schäfer im Rahmen der Unterzeichnung.

Durch die anstehenden Veränderungen werde dem Quartier neues Leben eingehaucht, zeigte sich Schäfer überzeugt. „Gemeinsam mit der Hochschule Fresenius und der Stadt Wiesbaden stellen wir eine sinnvolle Nutzung des Grundstücks und der bestehenden Bauten sicher.

Ich denke, die Studierenden werden dem Viertel gut tun und frischen Wind nach Wiesbaden-Mitte bringen“, so der Minister.

Die ehemaligen Gerichtsliegenschaften in der Moritz- und Gerichtsstraße in Wiesbaden stehen nach dem Auszug der Gerichte im Jahr 2009 leer.

Nach derzeitigem Planungsstand wird das Land als Eigentümer des Areals der Hochschule Fresenius eine Teilfläche des Grundstücks an der Moritzstraße und der Albrechtstraße im Wege des Erbbaurechts überlassen.

Dort wird die Hochschule Fresenius einen Hochschulneubau mit Hörsaal und Cafeteria für rund 1.000 Studierende der Fachbereiche Design, sowie Wirtschaft & Medien errichten.

Auf den übrigen Teilflächen befinden sich der denkmalgeschützte Gerichtsaltbau und das sogenannte Beamtenwohnhaus: In dem denkmalgeschützten  Gerichtsaltbau sollen mithilfe eines Investors Wohnungen entstehen.

An der Ecke Albrechtstraße/Oranienstraße ist ferner unter Einbeziehung des ehemaligen Beamtenwohnhauses der Bau eines Wohnheims für circa 120 Studierende durch einen Investor geplant.

Zur Deckung des Stellplatzbedarfs der Hochschule Fresenius, des Studentenwohnheims und der Wohnungsnutzer ist zudem der Bau von Tiefgaragenstellplätzen vorgesehen.

„Mit der heutigen Unterzeichnung der Absichtserklärung stehen die Chancen sehr gut, den Bereich Moritzstraße/Gerichtsstraße wieder zu einem attraktiven Gebiet mit unmittelbarer Innenstadt-Anbindung zu entwickeln.

Mit der Hochschule Fresenius und einer möglichen Wohnnutzung kann ein junges, quirliges Quartier entstehen, das auch für die bereits dort ansässigen Geschäfte und Bewohner eine enorme Bereicherung darstellt“, so Oberbürgermeister Gerich, der allen an der Absichtserklärung Beteiligten herzlich dankte.   

Die Hochschule Fresenius freute sich, dass mit dem Land Hessen und der Landeshauptstadt Wiesbaden eine Absichtserklärung (Letter of Intent) vereinbart werden konnte.

Damit kehrt die Hochschule Fresenius auch an ihren Wiesbadener Ursprung zurück. In der Wiesbadener Kapellenstrasse hatte Carl Remigius Fresenius 1848 sein Chemisches Laboratorium mit einer Ausbildungsstätte gegründet, aus der später die Hochschule Fresenius hervorging.

„Tradition und Zukunft unseres Hauses liegen nun viel näher zusammen. Mit innovativen Studiengängen wollen wir die Bildungslandschaft der Landeshauptstadt bereichern“, beschrieb Hochschulpräsident Botho von Portatius die Intentionen der Hochschule.

Dabei bezog er sich auch auf den Fachbereich Design. Hier sah der Hochschulpräsident  Anknüpfungspunkte an die Tradition der Landeshauptstadt, die mit der früheren Werkkunstschule viele bedeutende Designer hervorgebracht hatte.

Hermann Kögler, Geschäftsführer der Hochschule Fresenius gemeinnützige GmbH, betonte die Wichtigkeit einer zügigen Umsetzung. „Unabhängig von den anderen Teilprojekten muss die Hochschule nun umgehend mit ihrem Vorhaben starten können“, so Hermann Kögler.

Der Finanzminister betonte, dass sich das Land auf vielfältige Weise bei den bevorstehenden Arbeiten einbringen werde: „Wir werden durch fachliche und finanzielle Unterstützung zur Erstellung des Planungsrechtes beitragen.

Außerdem werden wir den Bau der erforderlichen Tiefgarage mit einer Zuwendung von bis zu fünf Millionen Euro unterstützen.“ Die Stadt Wiesbaden wird dem Land zur Finanzierung des Baus der Tiefgarage sowie für anfallende Abbruchkosten Mittel in Höhe von 2,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

„Darüber hinaus leistet das Land einen entscheidenden Beitrag zur Finanzierung des Neubaus der Hochschule Fresenius, indem es das Bauprojekt mit einer Landesbürgschaft unterstützt“, sagte Schäfer abschließend.

 
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