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SPD-Aschermittwoch...
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SPD-Aschermittwoch...

...mit Bürgerhaus und Neuplänen nachhaltig kredenzt

Beim 19. politischen Aschermittwoch konnte der Kasteler-Amöneburger SPD-Parteivorsitzende Rainer Schuster viel Prominenz aus Politik, Vereine, Wirtschaft -An der Spitze der Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich- im Kasteler Bürgerhaus begrüßen.

OB Sven Gerich betonte daß der politische Aschermittwoch gerne genutzt wird, um deftig abzurechnen: „Mit allen und jeden, vor allem aber mit dem politischen Gegner“.

Er werde heute nicht das scharfe Schwert der politischen Auseinandersetzung schwingen sondern versuchen mit dem Florett zu fechten, etwas anderes stehe im als Oberbürgermeister beim heutigen Treffen nicht zu.

Viel Positives über AKK stellte der OB in den Fokus. Ein maßgebliches Thema sei die Frage, wie es mit den beiden Bürgerhäusern weiter geht. Bekanntlich sind die Häuser in die Jahre gekommen, die Anwohner beschweren sich, die Ausstattung ist nicht auf der Höhe der Zeit, vor allem hier in Kastel sei die Parkplatzsituation problematisch.

Kurzum es bestehe Handlungsbedarf. Der OB wies in seiner Rede hin, daß er für die Zukunft der beiden Bürgerhäuser einen bisher einmaligen Prozess angestoßen habe, bei dem die Repräsentanten vor Ort -Ortbeiräte und Vereine- nach einem Auftakt in drei Workshops darüber beraten haben wie es denn weitergehen solle.

Neubau eines gemeinsamen Hauses oder Sanierung der beiden Altstandorte. Nachdem um mehr Bedenkzeit gebeten wurde, findet am 5.März die Bürgerversammlung zu dem Thema statt. Einladungen für die Bürger werden in die Haushalte verteilt. Shuttle-Busse werden zum Kostheimer Bürgerhaus eingesetzt.

Der OB werde hier und heute keine Empfehlung dazu geben und richtet in diesem Zusammenhang nur zwei Bitten an alle Beteiligten: „Nutzen Sie die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, und nutzen Sie sie jetzt. Denn das Zeitfenster schließt sich, an dem wir überhaupt den Grundstückstausch machen können.

Und vor allem stellen Sie nicht unerfüllbare Bedingungen, daß am Ende drei Bürgerhäuser verlangt werden. Das kann die Stadt nicht leisten.

Natürlich ist es das Ziel bestimmte Einrichtungen in Zentrum von Kastel und Kostheim zu erhalten. Aber eine Garantie hierfür -vor allem in dem manchmal geforderten Umfang- kann nicht gegeben werden“.

Zu den positiven Aspekten gehörte auch die „Fassenacht in AKK“ den der OB den ehrenamtlichen Organisatoren herzlichst dankte. Der Dank bezog sich nicht nur auf die Fassenacht sondern auch auf alle Bürgerinnen und Bürger die sich mit der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligen.

Das Gewerbegebiet kann weiter entwickelt werden am Petersweg sei der Durchbruch gelungen. Mit dem Ausbau der Boelckestrasse soll es weiter voran gehen.

In Kostheim konnte der Mathildenhof zum Treffpunkt umgestaltet werden der Weg für einen Grünzug auf dem SCA-Gelände ist bereitet und der Wohnungsbau auf dem Linde-Areal soll bald losgehen.

Mit dem Stichworten Zündholz-Fabrik, Kinder-Eltern-Zentrum für Kastel und Kostheim, der Ausbau der Kinderbetreuung zeigen anschaulich daß nicht nur Baumaßnahmen getroffen werden, sondern auch in den Zusammenhalt der Gesellschaft investiert wird.

Zur Illustration nannte der OB die neben den Ergebnissen der Arbeit auch dokumentiert was alles getan wird: Für das Bund/Stadt/Land-Programm „Stadtumbau Kastel/Kostheim“ wurden bisher 5,663 Millionen Euro bewilligt, darin enthalten sind städtische Mittel von 2,152 Millionen Euro darauf könne man stolz sein stellte unter Applaus der OB fest, und man sei auf einem guten Weg. Das sei kein Grund sich zurück zu lehnen, es ist aber auch kein Grund, nur zu schimpfen.

Voller Anerkennung äußerte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtparlamant Christoph Manjura über das Verhältnis in Kastel zu den Flüchtlingen. Sein Dank galt auch dem Ortsbeirat für sein Engagement.

Sein Plädoyer galt auch der städtischen Wohnbaugesellschaft GWW. Zu den Kritikern stellte der SPD-Fraktionschef fest, daß der GWW aufgrund des angespannten Wohnmarktes aufgelegt wurde, nach Reserven zu suchen. Auch bei den Entwicklungsprojekten verfahre die Stadt nach dem Grundsatz: „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“:

Von Investoren erwarte man daß sie die Folgekosten ihrer Projekte mitbringen. Das gelte besonders für Schulen, Kindertagesstätten und Straßenbau. 5,7 Millionen Euro seien bisher aus dem Stadtumbauprogramm in Kastel und Kostheim gesteckt worden, ein Drittel davon habe die Stadt davon aufgebracht.

Im Falle des Bebauens am Kostheimer Floßhafen sei man schon weiter, als öffentlich der Anschein erweckt werde. Es mache Sinn bei einem Neubau die alten Ortskerne zu entwickeln mit Einbeziehung der städtischen Gesellschaft eine gemeinsame Lösung mit Wohnen, Kultur und Kaffee zu finden.

Mit Umfragen die nur die halbe Wahrheit spiegeln würde niemandem dienen.  SPD-Stadtrat Rainer Schuster lobte den Prozess des Mitwirkens und Entscheidens für den Neubau eines gemeinsamen Bürgerhauses. Alle Fraktionen im Stadtparlament hätten dem OB applaudiert, als er das Vorgehen erläutert habe.

Beim gemeinsamen herzhaften traditionellen Heringsessen fehlte natürlich nicht weiterer politischer Diskussionsstoff.

(Herbert Fostel - Foto: Peter Stoiber)

 
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