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WI-OB läßt die Katze aus dem Sack
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WI-OB läßt die Katze aus dem Sack

Wer die Pressemeldung bezüglich der Bürgerversammlung wegen der Bürgerhäuser in Kastel und Kostheim (HIER) aufmerksam gelesen hat, dem mußte auffallen, daß dort bereits eine zuständige Adresse für Planung und Architektur genannt wird, obwohl doch noch garnicht feststeht wann wo was gebaut wird, darüber will man doch nun erstmal die Bürger um ihre Meinung fragen. Wird hier der 2. Schritt vor dem ersten getan oder ist alles schon längst gelaufen...?

Wenn einem dann noch die Worte des WI-OB zum SPD-Aschermittwoch in Kastel im Ohr klingen, dann merkt man, daß das Spiel nicht erst eröffnet werden soll, sondern offenbar schon voll im Laufen ist. Der Bürger wird wachsam sein müssen, daß dabei nicht mit gezinkten Karten gespielt wird...

Nachfolgende Pressemitteilung der Kostheimer CDU scheint zu bestätigen, "Bürscher: Uffbasse!"

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Mit Verwunderung hat die CDU Kostheim die Äußerungen von Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) beim politischen Aschermittwoch vernommen, daß er davon abrate den Bau eines gemeinsamen Bürgerhauses mit „unerfüllbaren Bedingungen“ für die Altstandorte zu verknüpfen.

Die Ortsbeiräte Kastel und Kostheim hatten in einem gemeinsamen Workshop ein Empfehlungspapier erarbeitet. Darin war für Kostheim festgeschrieben, daß man nur dann mit der Planung eines neuen gemeinsamen Bürgerhauses einverstanden sei, wenn die bisher im Bürgerhaus angesiedelten Einrichtungen wie der Proberaum des Musikvereins Concordia, die Stadtteilbibliothek sowie die Hausaufgabenbetreuung im Bürgerhaus im dort neu entstehenden Gebäude oder in unmittelbarer Nähe erhalten bleiben.

Während die Vertreter der Parteien beim Workshop noch ermuntert wurden, solche Bedingungen mit in die Empfehlung aufzunehmen, so hören sich die Worte des Oberbürgermeisters nun ganz anders an. Der OB hatte erklärt, daß er keine Garantie dafür geben könne, daß die Einrichtungen für Kultur und Vereine im Ortskern erhalten bleiben.

Damit sollte auch dem letzten Befürworter für ein gemeinsames Bürgerhaus klar sein, was die Kostheimer für einen Preis zahlen müssten, sollte ein gemeinsames Bürgerhaus gebaut werden.

Die CDU zeigt sich befremdet darüber, dass die Verwaltung offenbar mit allen Mitteln versucht, einseitig Einfluss auf die Diskussion anlässlich der bevorstehenden Bürgerversammlung zu nehmen.

Wie in der Einladung zu lesen, wird für Kasteler Bürger ein kostenfreier Busshuttle eingerichtet, der offensichtlich dafür sorgen soll, daß möglichst viele Kasteler, die wegen aus ihrer Sicht durchaus nachvollziehbaren Gründen, eher ein gemeinsames Bürgerhaus präferieren, sich bei der Versammlung für ein gemeinsames Bürgerhaus aussprechen.

Einen solchen, kostenfreien Service bekommen Kostheimer Bürger nicht geboten. Es ist daher für die Kostheimer Interessen ganz wichtig, daß möglichst viele zur Versammlung erscheinen und sich äußern.

Die Versammlung gibt den Bürgern die Gelegenheit, durch Fragen unangenehme Wahrheiten ans Licht zu fördern. Wem bringt denn ein gemeinsames Bürgerhaus etwas? Wer will das eigentlich? Wie sieht es mit den Kosten aus?

Unbestritten ist die Notwendigkeit eines neuen Bürgerhauses für Kastel. Die Gründe sind allgemein bekannt. Probleme mit Nachbarn, der Parksituation und dem Sanierungsstau sprechen für einen Neubau. Es ist aber aus Sicht der CDU Kostheim nicht einzusehen, warum eine Erfolgsgeschichte im Herzen Kostheims geopfert werden soll.

Die Stadt wäre gut beraten, wenn sie die Gespräche mit den Amerikanern über die Entwicklungsmöglichkeiten Kastels vorantreiben würden. Ein neues Bürgerhaus auf dem Gelände der Storage Station Kastel im Herzen Kastels würde sicher die Zustimmung einer breiten Mehrheit der Kasteler Bevölkerung finden.

Statt zu behaupten, die Bürgerbeteiligung spiegele nur die halbe Wahrheit wieder, sollte die SPD lieber Zahlen, Daten und Fakten sprechen lassen, anstatt die Bevölkerung durch rhetorische Spielereien einzulullen, damit eine Bürgerbeteiligung einen Sinn ergeben kann.

(Stephan Lauer)

 
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