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Bürgerversammlung mit Nostalgie- und Aufbruchsstimmung
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Bürgerversammlung mit Nostalgie- und Aufbruchsstimmung

Wiesbadener OB stellt informatives Neubau-Konzept vor

Am Donnerstag 05. März wurden auf Einladung des Stadtverordneten-Vorstehers Wolfgang Nickel über 300 Bürger im Kostheimer Bürgerhaus durch den OB Sven Gerich mit einem umfassenden Konzept für einen Bürgerhaus-Neubau, bzw. einer kostenaufwendigen Sanierung der alten Standorte, informiert.

Ein Gestaltungsprozess für ein Gemeinschafts-Zentrum an dem Standort „Todte-Areal“, wird circa 6 Jahre in Anspruch nehmen.

Aufwendige Sanierungsmaßnahmen für die völlig maroden Bürgerhäuser sind zu stemmen. Eine zeitliche Fertigstellung ist nicht abzusehen. Dazu muss eine steigende Kostenexplosion mit einbezogen werden.

Auch eine Schließung der Bürgerhäuser ist erforderlich. Die „Asylsuchenden“ Vereine werden dann vor Problemen stehen für Ersatz-Unterkünfte.

In drei Work-Shops wurden diese Denkmodelle mit Ortsbeiratsmitgliedern sowie den Vereinsringvorsitzenden aus Kastel und Kostheim eingehend erörtert.

Der OB unterstrich dabei daß die Vereine auch in dem neuen Bürgerhaus kostenfrei agieren können. Dies betreffe auch die Eigenbewirtschaftung. Es wurde auch festgestellt daß es keine Überschneidungen geben wird mit den Veranstaltungsvereinen.

Für die Bücherei und die Räume der Concordia wird es tragbare Lösungen geben. Nach Rückfrage von Hartmut Bohrer (AUF) soll eine Planungswerkstatt installiert werden, laut OB.

Die „patriotischen“ Argumentationen einiger Kostheimer CDU-FDP Repräsentanten sowie Vereinsvertreter wirkten kompromisslos...

Zu den Statements zählten unter anderem: Die heimischen Lokale in der Nähe des Kostheimer Bürgerhaus sei vorteilhaft für die Sänger. Die Gefährdung des Vereinslebens bei einem Standortwechsel sei gegeben. Der neue Standort für den Neubau sei näher zu Kastel.

Dies wurde anschaulich widerlegt – Auch ausreichende Anbindung an den ÖPNV ist gewährleistet. Zu der Anfrage von Marion Mück-Raab (AUF) über eine Zusammenlegung der Stadtbücherei von Kastel und Kostheim, stellte der OB mit Nachdruck fest, daß diese Pläne ihm unbekannt seien.

Der Kasteler Vereinsringvorsitzender Josef Kübler, selbst ein gebürtiger Kostheimer, warb mit viel Herz und Verstand für ein gemeinsames Bürgerhaus auf dem idealen Standort.

Annegret Kracht in „Personal-Union“, als Kostheimer Vereinsringvorsitzende und FDP stellvertretende Ortsvorsteherin, verströmte viel Populismus. Im „Fadenkreuz“ ihrer Kritik stand der geplante Wohnungsneubau auf dem Altstandort. Auf keinen Fall dürfe die Stadt dieses Territorium dem freien Markt anbieten.

Dies würde bedeuten, daß damit nur „von der linken in die rechte Tasche gewirtschaftet wird“. Die FDP- Kommunnalpolitikerin hatte auch von einer Bebauung der vorhandenen Freifläche abgeraten. Ihr Plädoyer galt vehement für eine Sanierung des maroden Bürgerhauses.

Gerich widersprach mit viel Sarkasmus: „Die gepriesene Freifläche sei eine hässliche, unangenehme Parkfläche“, er legte Wert auf die Feststellung, daß dieses vorgesehene neue Wohnungsbauprojekt, ausschließlich der Zuständigkeit der städtischen Gesellschaften obliege, und nicht auf dem freien Markt angeboten werde.

SPD-Fraktionsvorsitzender vom Wiesbaden Stadtparlament ,Christopher Majura, empfahl ein gemeinsames neues Bürgerhaus „zum Wohle der Vereine“.

Die Kostheimer Bürgerin Dr. Gabriele Ackermann sieht keine Berührungsängste mit Kasteler und Kostheimer. Die Moderatorin, Präsidentin der Architekten- und Städteplanerkammer Brigitte Holz, stellte zu der gespaltenen Gefühlswelt mancher betagter Kostheimer fest: „Was man hat ist bekannt, was man bekommt, weiß man nicht.“ Fügte aber dabei mit viel Zuversicht an: „Neuem soll man sich nicht verschließen, sondern vertrauensvoll für die Zukunft mutig offen sein." Dazu wird sie gerne als Moderatorin den interessanten Entwicklungsprozess weiter begleiten!

Nach dem statistischen Wiesbadener Amt setzt sich die Einwohnerzahl in Kastel-Kostheim,wie folgt zusammen: Kostheim mit 14073, Kastel 12619 Einwohner. Im globalen Zeitalter mit wachsender Bevölkerung, sollten die politischen Mandatsträger der Parteien sich vor allem zu den realen betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten bekennen, statt verkrustete Strukturen zu hofieren. Die bevorstehenden Kommunalwahlen 2016 dürfen hierbei keine tragende Rolle spielen...

(Herbert Fostel - Fotos: Stefan König)

 
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