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Wohnraum für Mainz - Die Stadt wächst
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Wohnraum für Mainz - Die Stadt wächst

Großes Potential in der Landeshauptstadt aufgezeigt – Modell im Foyer des Rathauses zeigt Flächen – „Leitstelle Wohnen“

Die Landeshauptstadt Mainz gehört zu den wachsenden Städten in Deutschland. Allein in den letzten fünf Jahren hat sich die Einwohnerzahl um rd. 10.000 Personen erhöht.

Laut des aktuellen empirica-Wohnraumgutachtens für Rheinland-Pfalz sind aber auch die Neuvertragsmieten zwischen den Jahren 2005 und 2013 um 22 Prozent gestiegen.

Damit einher geht ein teils drastischer Anstieg der Grundstückspreise. Der Stadtvorstand hat sich deshalb entschlossen, dieser Entwicklung entgegen zu steuern und den Wohnungsbau noch stärker voranzutreiben.

In den vergangenen Monaten wurden auf der Grundlage der Bedarfsanalyse von empirica geeignete Flächen im Stadtgebiet ermittelt und bewertet.

Die plastische Darstellung dieses Potentials der Landeshauptstadt ist Aufgabe eines neuen Stadtmodells. Es zeigt 20 größere Flächen, die kurz- und mittelfristig für den Wohnungsbau zur Verfügung stehen. Allein hieraus ergibt sich ein Gesamtpotenzial von ca. 6.500 Wohneinheiten.

Gemeinsam mit den Mitgliedern des Stadtvorstandes stellte Oberbürgermeister Michael Ebling der Öffentlichkeit in einem Pressegespräch das Modell und die damit verbundenen Überlegungen der Stadt Mainz vor. Ebling erläuterte: „Die `Schwarmstadt´ Mainz zieht als bedeutender Hochschul- und Medienstandort viele Studierende und junge Berufstätige an.

So verwundert es nicht, dass Mainz die jüngste Landeshauptstadt Deutschlands überhaupt ist. Wichtiger noch als Instrumente wie die Mietpreisbremse ist deshalb ein deutlicher Schub im Wohnungsbau“. Vor allem beim sogenannten bezahlbaren Wohnraum bestehe ein hoher Bedarf, denn neben jungen Leuten seien auch viele Familien mit Kindern darauf angewiesen.

Der Oberbürgermeister stellte bei dieser Gelegenheit auch die neu geschaffene „Leitstelle Wohnen“ vor. Im Dezernat des OB wird Oliver Bördner künftig mit dreißig Wochenstunden diese Aufgabe wahrnehmen; darüber hinaus wird er weiterhin mit zehn Wochenstunden die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen betreuen.

Michael Ebling: „Ähnlich wie schon im Bereich des Kita-Ausbaus versprechen wir uns auch beim zentralen Thema „Wohnraum für Mainz“ durch die Koordinierung und Bündelung der Aktivitäten der Verwaltung eine erfolgreiche Steuerung“.

Die wachsende Stadt bringe auch finanzielle Vorteile beispielsweise durch steigende Zuweisungen des Landes, erinnerte Bürgermeister und Finanzdezernent Günter Beck. Die Lage als westlicher Exponent des Rhein-Main-Gebietes und die enge Verflechtung innerhalb dieses wirtschaftsstarken Raumes begünstigten die Entwicklung zusätzlich, ergänzte Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte.

Vor diesem Hintergrund sei es das Bestreben der Stadt, nicht nur die Voraussetzungen für die Errichtung einer ausreichenden Zahl an neuen Wohnungen für alle Mainzerinnen und Mainzer - ob Alteingesessene oder Neubürgerinnen und Neubürger - zu schaffen, sondern qualitätsvolles Wohnen in allen Preisklassen zu ermöglichen, bekräftigte auch Baudezernentin Marianne Grosse das gemeinsame Ziel.

Die hohe  Wohnungsnachfrage werde zusätzlich beflügelt vom Trend zu immer mehr Singlehaushalten. Für Sozialdezernent Kurt Merkator verbinden sich mit dem Begriff „Wohnen“ sehr subjektive Ansprüche und Empfindungen: „Im besten Fall ist die Wohnung ein Zuhause und trägt maßgeblich dazu bei, dass sich Menschen in ihrem Quartier und ihrer Stadt wohl fühlen“.

Das untermauerte auch Umwelt- und Verkehrsdezernentin Katrin Eder: „Die Qualität des Wohnumfeldes, der Grünflächen und Naherholungsmöglichkeiten, aber auch der Verkehrsinfrastruktur spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Schaffung neuen Wohnraums“. „Inklusive des Segments „Studierendenwohnheime“ steht aus heutiger Sicht insgesamt ein Potenzial von bis zu 12.000 Wohneinheiten zur Verfügung“, fasste der Oberbürgermeister zusammen.

Das Modell, das ab heute im Foyer des Rathauses zu sehen ist,  zeigt 20 Areale, die kurz- und mittelfristig für den Wohnungsbau zur Verfügung stehen. Hierbei handelt es sich um eine Auswahl an größeren Wohnbaupotenzialflächen (ab rd. 50 Wohneinheiten).

Zum einen sind Gebiete dargestellt, in denen die Bebauung schon angelaufen ist, die aber noch über weitere freie Flächen verfügen. Zum anderen wurden Gebiete aufgenommen, für die zukünftig eine Wohnbebauung vorgesehen ist. Hinzu kommen zusätzliche, in der Regel kleinere Flächen in bereits bestehenden Bebauungsplänen sowie eine Vielzahl von Klein- und Einzelmaßnahmen im Innenbereich. Ein begleitender Flyer zum Modell ist im Rathaus erhältlich und kann unter www.mainz.de heruntergeladen werden.

 
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