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Kostheimer AUF appelliert an FWG und SPD...
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Kostheimer AUF appelliert an FWG und SPD...

...wenigstens nicht von Beschlussempfehlung des Workshops abzurücken 

„Wir verstehen nicht, daß die SPD Kostheim sich mit so wenig zufrieden gibt“, kommentierte Frank Porten vom Arbeitskreis Umwelt und Frieden (AUF) die Ankündigung der SPD, in der Ortsbeiratssitzung am kommenden Mittwoch dem Abriss des Kostheimer Bürgerhauses zuzustimmen.

Der Zustimmung vorausgegangen war eine Mitteilung des Oberbürgermeisters, in der er verspricht, sich für den Erhalt der Stadtteilbibliotheken einzusetzen.

Auch könne Gerich sich „einen Raum als Treffpunkt in der Kostheimer Ortsmitte – etwa für einen Seniorentreff oder andere kleine Zusammenkünfte“ vorstellen.

„Damit ist der Oberbürgermeister sehr weit von den Vorstellungen entfernt, die in der Empfehlung des Workshops formuliert wurden“, stellt Porten fest.

Der Workshop war aus Vertretern der Ortsbeiräte Kastel und Kostheim und der beiden Vereinsringe zusammengesetzt. Er empfahl einen Neubau aber nur unter bestimmten Voraussetzungen...

Im Falle von Kostheim wünschte er einen Verbleib der Stadtteilbibliothek und des Musikvereins Concordia vor Ort. Auch für die kleine Nachhilfeschule sollte im Ortskern eine Lösung gefunden werden.

Weiter sollten Räume bestehen, die eine soziale und kulturelle Arbeit in Alt-Kostheim ermöglichen. Diesem Papier hatten auch der SPD- und der FWG-Vertreter zugestimmt.

Die Zusicherungen des Oberbürgermeisters bezeichnete Frank Porten als nicht ausreichend. „Ein einziger Raum für kleine Zusammenkünfte – also für Kostheimer Vereine, für den Seniorentreff, für Kulturveranstaltungen und für Versammlungen? Oder meint er zwei Räume? Das ist viel zu wenig."

Marion Mück-Raab, AUF-Vertreterin im Ortsbeirat und Vorsitzende des Fördervereins der Stadtteilbibliothek Kostheim, begrüßte zwar die Ankündigung von Sven Gerich, sich für den Erhalt der Bücherei einzusetzen, zeigte sich davon aber keineswegs beruhigt:

„Der Oberbürgermeister hat uns noch am Mittwoch in sehr harschem Ton erklärt, dass er das nicht zu entscheiden habe und auf die Kulturdezernentin verwiesen.

Da war kein Verständnis für unsere Ängste zu spüren und auch keine Rede davon, dass er sich persönlich für die Bücherei einsetzen will.“ Sie wolle nicht weiter kommentieren, für wie belastbar sie seine plötzlichen Versprechungen halte.
 
Die AUF-Fraktion appellierte an die SPD und FWG-Vertreter im Ortsbeirat, ihre bisherige Position nicht einfach aufzugeben und wenigstens bei ihrer Workshop-Empfehlung zu bleiben: „Wir fürchten, daß alles andere auf eine Zerschlagung des Ortskerns und des Kostheimer Vereinslebens hinausläuft.“
 
(Frank Porten)

 
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