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Ludwigsstraße: „Gordischen Knoten zerschlagen“
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Ludwigsstraße: „Gordischen Knoten zerschlagen“

OB fordert rasches Handeln von ECE : „Landeshauptstadt kann und will sich einen jahrelangen Stillstand nicht leisten“

„Die mit einem wirtschaftlich erfolgreichen Einkaufsquartier verbundene städtebauliche Aufwertung an der Ludwigsstraße bleibt unverändert das gemeinsame Ziel der Verwaltung und der breiten Mehrheit im Rat“, bekräftigte der Mainzer OB nochmals.

Die öffentliche Reaktion des Projektentwicklers ECE auf seine nach wie vor ungelöste Grundstückssituation beim geplanten neuen Einkaufsquartier hält der OB deshalb für ungenügend.

„Unter einem von ECE beschriebenen „strukturierten Prozess“ stelle ich mir vor, daß spätestens mit dem Erwerb der Karstadt-Immobilie die Kaufverhandlungen mit den Eigentümern der anderen benötigten Immobilien begonnen wurde.

Denn eines ist klar: ein eklatantes Verlustgeschäft drohte an dieser prominenten Stelle der Innenstadt nie“, kritisiert der OB die jahrelange Verzögerung und fordert:

„ECE muss jetzt den gordischen Knoten zerschlagen und sein wiederholtes Bekenntnis zum Standort Mainz entweder durch den mehrfach angekündigten, raschen Erwerb des Deutsche Bank-Grundstückes oder zumindest durch eine erkennbare Aufwertung der Karstadt-Immobilie für eine Übergangszeit unter Beweis stellen“.

Jeder Immobilienbesitzer trage auch eine Verantwortung für den Zustand seiner Gebäude. „Ich gehe davon aus, daß ECE in der Lage ist, dieser Verantwortung nachzukommen“.

In diesem Sinne hatte der OB im März auch die Geschäftsleitung des Projektentwicklers ECE in Hamburg angeschrieben. Er sprach darin die aktuell ungeklärte und unbefriedigenden Situation offen an. Leider habe er trotz mehrfacher Gespräche mit dem Projektmanagement keine zielführende Strategie des Unternehmens hinsichtlich des dringend notwendigen Erwerbs der erforderlichen Grundstücke erkennen können.

Der OB wörtlich: „Die Landeshauptstadt Mainz kann und will sich einen Stillstand an dieser zentralen Stelle der Innenstadt nicht leisten. Das neue Quartier soll nach unseren Vorstellungen ein hochattraktiver Anziehungspunkt im Herzen der hochattraktiven Einkaufsstadt werden, verbunden mit einem modernisierten Ankermieter Karstadt.

Ich denke, wir sind uns auch weiterhin einig, daß Mainz hierfür, aufgrund seiner wirtschaftlichen Daten, beste Rahmenbedingungen bietet. Nach wie vor gehe ich auch davon aus, daß Sie als Eigentümer der Karstadt-Immobilie die Entwicklung des Mainzer Projekts in vollem Umfang unterstützen“.

Mit dem Ratsbeschluss vom 4. Dezember 2013, der unter anderem die Errichtung mehrerer Einzelgebäude anstelle des bestehenden massiven Baukomplexes aus den 60er Jahren vorsieht, habe die Stadt Mainz die solide Geschäftsgrundlage für weitere Verhandlungen und das Bauleitverfahren geschaffen.

Ende 2014 habe ECE dann im Gespräch mit Fraktionsvertreterinnen und -vertretern erläutert, daß man von einem positiven Abschluss der Grundstücksverhandlungen spätestens im Frühjahr 2015 ausgehe, erinnert der OB.

In den darauffolgenden Kontakten zwischen Stadt und Unternehmen sei allerdings wieder keinerlei Fortschritt erkennbar geworden.

Abschließend bot er an, nochmals im persönlichen Gespräch gemeinsam mit dem Wirtschaftsdezernent  die Lage zu sondieren, um dann im Dialog mit dem Rat unmittelbare Schlussfolgerungen für das weitere Verfahren in der Landeshauptstadt ziehen zu können.

 
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