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Babyboom in Wiesbaden?
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Babyboom in Wiesbaden?

Die Einwohnerzahl der Stadt Wiesbaden beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2014 genau 282.313, wie das städtische Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik ermittelte.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Einwohnerzahl um 2205 gestiegen. Dieses Bevölkerungswachstum resultiert aus einem positiven Wanderungssaldo in Höhe von 1833 und einem Geburtenüberschuss in Höhe von 372 Personen.

Einen positiven Saldo der natürlichen Bevölkerungsentwicklung dieser Größenordnung gab es in Wiesbaden seit Jahrzehnten nicht mehr; zuletzt wurde 1966 ein derartiger Geburtenüberschuss beobachtet.

Im Jahr 2014 wurden 3020 neugeborene Kinder erfasst, deren Mütter ihren Hauptwohnsitz in Wiesbaden haben. Dieses ist die höchste Zahl von Geburten seit der letzten Erweiterung des Stadtgebiets von 1977.

Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl um 391 (14,9 Prozent) an. Um dieses Rekordergebnis zu relativieren muss allerdings gesagt werden, dass mit 2629 die Zahl der neugeborenen Kinder im Jahr 2013 geringer als in den Jahren davor war.

Der Durchschnitt der beiden letzten Jahre liegt aber immer noch auf dem Niveau von 1997, 2004 und 2010, den zuvor geburtenstärksten Jahrgängen seit 1977. Insgesamt wurden in den letzten zehn Jahren deutlich mehr Kinder in Wiesbaden geboren als in den Jahrzehnten davor.

51,2 Prozent der in 2014 neugeborenen Kinder waren männlich, 30,8 Prozent ihrer Mütter waren nicht verheiratet und in 49,2 Prozent aller Fälle war es das 1. Kind der Mutter.

Wie in fast allen Jahren gab es somit einen Jungenüberschuss bei den Neugeborenen. Etwas seltener als vor zehn Jahren war die Geburt das zweite oder folgende Kind der Mutter. Dagegen stieg der Anteil von nicht verheirateten Müttern in den letzten zehn Jahren um über sieben Prozentpunkte an.

70,4 Prozent der Mütter von Neugeborenen hatten eine deutsche Staatsangehörigkeit, der Anteil nichtdeutscher Mütter schwankt dabei seit Jahren um 30 Prozent.

Auffällig ist aber hier, dass die Zahl der Mütter mit bulgarischem oder rumänischem Pass stark zugenommen hat und auch die Anzahl der polnischen Mütter anstieg, während die Zahl der Mütter mit türkischer Staatsangehörigkeit in den letzten zehn Jahren abnahm.

13,5 Prozent der Wiesbadener Mütter von neugeborenen Kindern waren in 2014 jünger als 25 Jahre, womit sich dieser Anteil seit 2005 um 5,7 Prozentpunkte verringerte.

Der Anteil der Mütter im Alter von 25 bis unter 30 Jahren blieb mit 25 Prozent etwa gleich, während der Anteil der Mütter im Alter von 30 bis unter 35 Jahren um etwa 5 Prozentpunkte auf 35,7 Prozent anstieg.

Geringfügig stieg auch der Anteil der 35-jährigen und älteren Mütter auf 25,8 Prozent an. Insgesamt kann somit festgestellt werden, dass die Mütter von Neugeborenen in den letzten zehn Jahren deutlich älter geworden sind.

An dieser Stelle soll noch einmal darauf hingewiesen werden, dass die von der Statistik erfasste Zahl der Geborenen von Wiesbadener Müttern nicht der Zahl der Geborenen in Wiesbadener Krankenhäusern entspricht, da dort auch Geburten auswärtiger Mütter stattfinden, während auf der anderen Seite zahlreiche Wiesbadener Mütter ihr Kind zum Beispiel in einer Mainzer Klinik zur Welt bringen.

 
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