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Grüne in der Realität angekommen: Windkraft oder Naturschutz
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Grüne in der Realität angekommen: Windkraft oder Naturschutz

Grüne müssen sich entscheiden - Konsequentes Handeln der Stadt

Der Fraktionsvorsitzende der Stadtverordnetenfraktion der Freien Demokraten, Christian Diers, erklärt zur Kritik der Grünen am Stopp der Planungen für die Biosphärenregion „Rheingau-Taunus/Wiesbaden/Main-Spitze“:

„Die Empörung der Grünen über das vermeintliche Ende der Planungen zur Errichtung der Biosphärenregion ist heuchlerisch. Ohne Rücksicht auf Schädigungen des Lebensraumes Wald haben die Grünen in Wiesbaden und in der Umgebung die Errichtung von Windkraftanlagen vorangetrieben. Da dürfen Sie sich nun nicht wundern, wenn ihr angebliches Herzensprojekt „Biosphärenreservat“ nicht umgesetzt werden kann.“

Diers, der auch umweltpolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, weist die Grünen auf das Positionspapier des zuständigen UNESCO-MAB-Nationalkomitees zur Nutzung von Windkraft und Biomasse in Biosphärenreservaten hin. Diese schließen eine Vereinbarkeit von Windenergie und den Kern- und Pflegezonen von Biosphärenreservaten eindeutig aus. Außerdem wird gefordert, bestehende Naturschutzgebiete nicht zu beeinträchtigen. Im Rahmen des Zielabweichungsverfahrens wurde aber ein Teil des Naturschutzgebietes umgewidmet.

„Biosphärenreservate haben das ausdrückliche Ziel, Landschaften zu bewahren, die Ökosysteme zu schützen und eine ökonomisch wie ökologisch nachhaltige Nutzung zu fördern. Diese Ziele stehen der Errichtung von Windkraftanlagen diametral entgegen. Wir Freie Demokraten haben mehrfach auf die Risiken für die Umwelt hingewiesen, sei es im Bereich des Wasser-, Arten- oder Immissionsschutz.

Die Grünen haben die Probleme jedes Mal klein geredet und von Abwägungsfragen gesprochen. Nun hat die Waage gegen ein grünes Lieblingsprojekt entschieden.“

Dennoch sei es für ein Umdenken noch nicht zu spät: „Sollten auch die Grünen einsehen, daß die Windkraft auf dem Taunuskamm Ökologie und Ökonomie nicht zusammenbringt, sondern das Geld der Stromkunden vernichtet und Umwelt sowie Landschaftsbild empfindlich schädigt, dürfen sich die Grünen natürlich gerne unserem Widerstand gegen die Windräder anschließen. Dann werden wir in wenigen Jahren auch das Biosphärenreservat haben“, so Diers abschließend.

 
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