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Glasdach über die Lesselallee-Ulmen - Eine Schnapsidee?
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Glasdach über die Lesselallee-Ulmen - Eine Schnapsidee?

Kein Glasdach auf der Maaraue - AUF AKK protestiert gegen Pläne, die jungen Maaraue-Ulmen zu überdachen

Gegen Pläne der Stadt, die neugepflanzten Flatterulmen in Kostheim komplett zu überdachen, wendet sich der Arbeitskreis Umwelt und Frieden (AUF) AKK.

AUF-Sprecher Frank Porten zeigte sich geradezu bestürzt: „Erst ein Bauzaun – jetzt ein Dach! Das ist doch schon wieder rausgeschmissenes Geld!“

Die Pläne wurden dem AUF kurz vor Ostern bekannt. Danach beabsichtige Stadtrat Oliver Franz (CDU), die jungen Ulmen auf der Maaraue mit einem Dach aus Spezialglas vor dem sauren Regen zu schützen.

Franz beziehe sich nach AUF-Informationen dabei auf ein Gutachten, das dem Grünflächenamt vorliege. Darin heiße es: „Der saure Regen sorgt für eine Versauerung des Bodens. Durch diese Übersäuerung wird seine natürliche Zusammensetzung gestört.“

Die Folgen seien fatal: Es würden giftige Schwermetallionen sowie Aluminiumionen freigesetzt, die die Feinwurzeln der Bäume absterben liessen.

Dadurch nehme die Widerstandskraft ab, gerade Jungbäume würden am Wachstum gehindert. „Die Bäume werden anfälliger für Krankheiten und Belastungen wie den vor allem auf der Maaraue heimischen Phytophtora-Pilz.“

Porten kündigte Widerstand gegen diese, so Porten wortwörtlich, „Schnapsidee“ an.

Die Mehrheit im Kostheimer Ortsbeirat dagegen befürworte das Dach:

„So können wir künftig auch bei Regen ohne Schirm spazieren gehen“ soll sich Ortsvorsteher Stephan Lauer (CDU) gefreut haben. Nach seinen Informationen begrüße das auch die schweigende Mehrheit in Kostheim.

Wir meinen: Saurer Regen und Phytophtora-Pilz - Für was müßt ihr alles herhalten...
Andererseits: Die AUF-Meldung erreichte uns am 1. April...

 
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