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Auf Bürgerversammlung verspottet und ausgelacht
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Auf Bürgerversammlung verspottet und ausgelacht

Ausweitung der Linie 8 in Wiesbaden-Nordost: Verfälschtes Bild bei Bürgerversammlung!
UFW fordert geplante Streckenführung zu ändern / Grundschule sieht Gefahr für Kinder
                            
Eine Bürgerversammlung bei der Gegner eines Projekts nicht ausreichend zur Sprache kommen? Das sollte es eigentlich nicht geben, doch am Mittwoch ist dies bei der Bürgerversammlung zur Ausweitung der Linie 8 durch das Komponistenviertel in Wiesbaden-Nordost geschehen.

„Die Mehrheit der anwesenden Bürger haben sich für eine Ausweitung der Linie 8 durch das Komponistenviertel ausgesprochen.

Doch bei der Bürgerversammlung gab es ein verfälschtes Bild! Die Anwohner der maßgeblich betroffenen Straßen (Richard-Wagner-Straße und Schumannstraße) sind nicht ausreichend zu Wort gekommen, um ihre Bedenken zu äußern.

Sie wurden auf der Versammlung von Befürwortern der Linie 8 verspottet und ausgelacht. Das ist nicht akzeptabel und nicht der Stil, wie ich mir Bürgerbeteiligung vorstelle“, sagt Susanne Pöpel, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der UFW.

Es sei unverständlich, daß man ein ruhiges Wohngebiet plötzlich mit Busverkehr „belästigen“ und somit den Anwohnern einen Teil ihrer Wohn- und Lebensqualität nehmen wolle.

Zudem gebe es große Sicherheitsbedenken im Komponistenviertel gegen eine Ausweitung der Linie 8: Die Robert-Schumann-Schule habe sich auf der Versammlung dezidiert gegen die zwei geplanten Bushaltestellen vor ihrer „Tür“ ausgesprochen und diesbezüglich große Bedenken geäußert, da ihre Schüler zu Fuß zur Grundschule kämen und aufgrund haltender Busse sowie dem daraus resultierenden Stop-and-go-Verkehr gefährdet würden, so Pöpel weiter.

„Es ist auch sehr kritisch zu sehen, daß viele der 300 Unterschriften für die Ausweitung der Linie 8 nicht von Anwohnern des Komponistenviertels kommen.

Sie wurden nämlich in der St.-Mauritius-Kirche bei Kirchgängern gesammelt, die zum großen Teil gar nicht im Viertel wohnen.

Zudem wollen nur Bürger die Ausweitung, die nicht in den beiden maßgeblich betroffenen Straßen wohnen. Vor allem die Anwohner der Abbegstraße wollen die Linie 8, damit sich ihr Weg zur nächsten Haltestelle etwas verkürzt.

Denn es gibt ja bisher schon Haltestellen in der Sonnenberger Straße und in der Idsteiner Straße. Würden sie auch für die Ausweitung sein, wenn der Bus durch „ihre“ Straße fahren würde?“, fragt Pöpel.

Wenn diese Anwohner einen Bus wünschten, dann solle er doch durch die Abbegstraße fahren. Somit störe er einen kleineren Teil des Viertels und die geplanten Haltestellen Johann-Sebastian-Bach-Straße und Robert-Schumann-Schule (aufgrund der Gefahr für die Schüler) könnten wegfallen.

Es wäre dann nur eine neue Haltestelle nötig, und zwar in der Abbegstraße vor der St. Mauritius-Kirche. Diese könne dann auch den Namen der Kirche tragen, so Pöpel abschließend.

 
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