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Blitzmarathon in Hessen und RLP
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Blitzmarathon in Hessen und RLP

In der vergangenen Nacht ging der dritte Blitz-Marathon zu Ende

Hessen:
Das Polizeipräsidium Westhessen ist mit dem Ergebnis zufrieden, da sich mehr Verkehrsteilnehmer als sonst an die vorgegebene Geschwindigkeit gehalten haben.

Durch die Aktion wurden insbesondere die Autofahrer, aber die Bürger für das Thema Geschwindigkeit sensibilisiert.

Zahlreiche Autofahrer zeigten Verständnis und bezeichneten die Aktion als sinnvoll. 99 Polizisten sowie Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung teilnehmender Kommunen waren während des Blitzmarathons auf den Straßen im Bereich des Polizeipräsidiums Westhessens im Einsatz und überwachten an 47 zuvor über die Medien bekannt gegebenen Blitzstellen mit mobilen und stationären Messgeräten die gefahrenen Geschwindigkeiten.

Auf den Straßen Westhessens wurden während der Aktion knapp 32.800 Fahrzeuge gemessen. Trotz der Vorankündigung der Blitzstellen waren 1.113 Autofahrer zu schnell unterwegs. Von den festgestellten Geschwindigkeitsverstößen waren 134 so gravierend, daßsie neben einem Bußgeld, einen Eintrag in das Verkehrszentralregister beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg zur Folge haben.

Mit einem zusätzlichen Fahrverbot müssen 12 Verkehrsteilnehmer rechnen. Im Bereich der Landeshauptstadt Wiesbaden wurden insgesamt 236 Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit festgestellt; im Rheingau-Taunus-Kreis waren es 37. Zwei Verkehrsteilnehmer, die in Wiesbaden gemessen wurden, müssen mit einem Fahrverbot rechnen.

Im Rheingau-Taunus-Kreis wurde bei einer Kontrolle an der Bundesstraße 260 im Bereich Heidenrod ein 48-jähriger Fahrzeugführer festgestellt, der wegen eines Vollstreckungshaftbefehls gesucht wurde. Nach der Zahlung eines Bargeldbetrages wurde der Mann jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt.

Rheinland-Pfalz:
Um Mitternacht endete am Donnerstag der Blitzmarathon für das Land Rheinland-Pfalz und somit auch für die Polizei im Raum Mainz.

Das Polizeipräsidium hatte sich mit den Direktionen Mainz, Bad Kreuznach und Worms sowie der Verkehrsdirektion und in Kooperation mit den zuständigen Kommunen an der bundesweiten und erstmals europaweiten Aktion beteiligt.

An insgesamt 49 eingerichteten Kontrollstellen im Zuständigkeitsbereich des PP Mainz wurden 15.911 Fahrzeuge gemessen.
Die Polizei verzeichnete nach Abschluss der Messungen 584 Beanstandungen aufgrund zu schnellen Fahrens.

Das stellt eine Beanstandungsquote von 3,7 Prozent dar und zeigt im Großen und Ganzen den Erfolg der präventiven Zielrichtung des Blitzmarathons.

Einzelne Ausreißer gab es dennoch. So kam es zu erheblichen Geschwindigkeitsverstößen auf der B9 bei Alsheim/Mettenheim, wo die Polizei in einem Fall einen Verkehrssünder mit 190 km/h und einen weiteren mit 189 km/h bei erlaubten 100 km/h beanstandete.

An dieser Örtlichkeit kam es im Jahr 2014 zu einem tödlichen Verkehrsunfall. In beiden Fällen müssen die Fahrer jeweils mit einem Bußgeld in Höhe von 600 Euro, zwei Punkten und einem dreimonatigem Fahrverbot rechnen.

Ein weiterer herausragender Fall zeigte sich im Bereich einer Kindertagesstätte in Dannenfels, wo ein Autofahrer in einer 30er Zone mit 66 km/h gemessen wurde. Auch hier muss der Fahrer mit einem Bußgeld (160 Euro), zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen.

Auf einer Landesstraße bei Harxheim wurde ein Motorradfahrer in einer 70er Zone mit 33 km/h zu schnell gemessen. Gerade Zweiradfahrer sind im Falle eines Verkehrsunfalls erheblich gefährdet und tragen oftmals schwere Verletzungen davon.

Erst vor wenigen Tagen war es im Simmertal zu einem tragischen Verkehrsunfall mit einem tödlich verletzten Motorradfahrer gekommen.

In weiteren Fällen wurden in geschlossenen Ortschaften (erlaubte 50 km/h) Geschwindigkeitsüberschreitungen bis zu 29 km/h gemessen.

Neben überhöhter Geschwindigkeit wurden aber auch weitere Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Von 95 vorgelegten Anzeigen resultierten zumindest 50 Prozent aus Verstößen wegen Nichtanlegen des Sicherheitsgurts.

Zielrichtung des Blitzmarathons, sowie auch aller gängigen Geschwindigkeits- und Verkehrsüberwachungskontrollen, ist nicht das Zur-Kasse-Bitten der Verkehrsteilnehmer. Vielmehr will die Polizei nachhaltig auf die Gefahren im Straßenverkehr durch überhöhte Geschwindigkeit und anderes Fehlverhalten hinweisen. Insbesondere Geschwindigkeit ist nach wie vor die Unfallursache Nummer Eins.

Daß sich auch die Bürger an „Temposündern“ stören, zeigt die hohe Beteiligung an der Internetaktion. Etwa 120 Meldungen von (B)Rennpunkten  waren von Bürgern im Raum Mainz eingegangen. 55,1 Prozent flossen anschließend in die Einsatzplanungen zum Blitzmarathon ein, was 27 eingerichteten Kontrollstellen auf Bürgerwunsch entspricht.

Die Polizei erhofft sich nach Beendigung des Aktionstages ein gesteigertes Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer, insbesondere was das geschwindigkeitsangepasste Fahren auf den Straßen betrifft.

 
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