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Freie Demokraten: Taunuswind nur noch Prestigeprojekt!
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Freie Demokraten: Taunuswind nur noch Prestigeprojekt!

Mittlerweile wächst nur noch die Höhe der Windräder – Klage wird kommen

Der Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten im Wiesbadener Rathaus, Christian Diers, erklärt zur Einreichung des Bauantrags für die Windkrafträder auf dem Taunuskamm:

Langsam machen sich die ESWE Taunuswind GmbH und die Windkraft-Koalition lächerlich. Tagein, tagaus wurde wiederholt, daß der Taunuskamm absolut hervorragende Windbedingungen biete.

Mit jeder neuen Ankündigung wuchsen die Windgeschwindigkeiten.

Mittlerweile wächst nur noch die Höhe der Windräder. Weil der Taunuskamm eben doch ein Schwachwindgebiet ist, müssen auf dem Taunuskamm Schwachwindräder mit großer Höhe und großem Rotordurchmesser installiert werden“, so Diers.

„Ob ESWE oder Politik: Alle Beteiligten haben sich zu weit aus dem Fenster herausgelehnt und kommen nun nicht mehr ohne Gesichtsverlust aus diesem Projekt heraus. Deswegen wird nun versucht, dieses Prestigeprojekt ohne Rücksicht auf Verluste durchzuziehen.“

Für die Freien Demokraten wird immer deutlicher, daß es den Beteiligten bei diesem Projekt nicht mehr um die Sache, sondern rein um das Prinzip geht: „Ökologisch sinnvoll ist an diesem Projekt schon lange nichts mehr.

Das Biomasseheizkraftwerk in Wiesbaden hatte beispielsweise ähnliche Projektkosten, liefert den Wiesbadenern aber mehr Strom als der Windpark selbst nach optimistischen Einschätzungen je liefern wird und ist darüber hinaus noch wetterunabhängig und damit grundlastfähig.

Dennoch sollen 50 Millionen € auf dem Taunuskamm vergraben werden, anstatt in zukunftsfähigere und effizientere Technologien zu investieren.“

Gleichzeitig kritisiert Diers, der auch Mitinitiator und Vertrauensperson des Bürgerbegehrens „Rettet den Taunuskamm“ ist, die lange Bearbeitungszeit für den Widerspruch gegen die Unzulässigkeit des Bürgerbegehrens:

„Mehr als zwei Monate lag unser Widerspruch nun beim Magistrat, ohne daß etwas passiert ist. Nun kommt er direkt nach der Einreichung des Bauantrags. Das hat mehr als ein kleines Geschmäckle.

Für mich ist klar: Gegen die Ablehnung werden wir in jedem Fall vor dem Verwaltungsgericht klagen“, kündigt Diers abschließend an...

 
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