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Die Stadt Wiesbaden weist auf Verdacht weitere Industriegebiete aus - doch für welche Industrie?
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Die Stadt Wiesbaden weist auf Verdacht weitere Industriegebiete aus - doch für welche Industrie?

Das Entwicklungskonzept für das Gebiet Kastel-Ostfeld hat bei den Fraktionen erregte Diskussionen ausgelöst. Lange Presseberichte erreichten uns, in welche die beteiligten Parteien ihre Meinungen darlegen.

Die GRÜNEN setzen sich auch im Bereich Kastel-Ostfeld für einen achtsamen Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen ein, denn die Berücksichtigung ökologischer Belange ist zwingend erforderlich für eine nachhaltige Stadtentwicklung gerade im Ballungsraum. Sie kritisieren, daß Dezernent Franz und die CDU-/SPD-Koalition darauf offenbar keinen ausreichenden Wert legen, wie der GRÜNE Stadtverordnete Ronny Maritzen ausführt.

Der Streit zwischen Grünen und CDU war ein zu erwartender ideologischer Grabenkampf, den wir hier nicht kommentieren möchten.

Die FREIEN WÄHLER hingegen legen den Finger in die wirkliche Wunde:

Für sie stellt sich die Frage, was sich Dr. Franz eigentlich mit dem Ankauf und der Ausweisung eines riesigen Industrie- und Gewerbegebiets erhofft?

Denn: Industrielle Anlagen ziehen sich deutschlandweit immer mehr zurück. Vielerorts werden Industriegebiete verkleinert, weil die Zukunftsperspektiven schlecht sind. Wieso sollte sich gerade in Wiesbaden ein Industriestandort entwickeln, wenn hier nicht einmal die entsprechende Infrastruktur für die eigenen Bewohner im Wiesbadener Osten bereitgestellt wird, fragen sich die FW.

In Wiesbaden gäbe es einen erheblichen Büroleerstand an bereits bebauten und attraktiveren Standorten. Hier fordern die FREIEN WÄHLER Wiesbaden ein besseres Management mit unbenutzten Büros und Gebäuden, anstatt immer mehr neue Gewerbegebiete auszuweisen.

Der FW-Vorsitzende Christian Bachmann: „Wir müssen auf Dauer von dem Gedanken weg, immer weiter nach außen wachsen zu müssen, während innerhalb der Stadt etliche Bestandsgebäude mit leeren Büros, Logistik- und anderen Gewerbeflächen ungenutzt bleiben.

Innovative und moderne Ideen für die Nutzung dieser Objekte müssen gefordert und gefördert werden, anstatt aus Bequemlichkeit und dumpfem Pragmatismus jede Ackerfläche zu überbauen, die nur halbwegs gerade ist.

Hier ist auch die Stadt als Leerstandsmanager und Berater von potentiellen Neuansiedlungen gefordert“ fordert Bachmann weiter...

Wir meinen: Recht hat er! Wer durch die Straßen des Gewerbegebietes geht findet zahlreiche Leerstände und wundert sich darüber, daß immer weiter und weiter gebaut wird als ob es diese Leerstände nicht gäbe und nie gegeben hätte...

(Foto: Symbolfoto)

 
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