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Unvergessener Rolf Braun verdient Würdigung
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Unvergessener Rolf Braun verdient Würdigung

Mit Verlaub sei dazu ein zutreffendes Zitat von „Brigitte- Autor“ Till Raether genannt: „Wer nichts erwartet, kann nicht enttäuscht werden. Aber wer keine Träume und Hoffnungen mehr hat, ist innerlich leer“.

Der unvergessene gebürtige Kasteler Rolf Braun war Mitgründer des Atlanta-Club 1947 in Kastel.

1948 war er Motivator für einen geselligen Versammlungsraum. Dies wurde auf dem Gelände des Heereszeugamtes, aus Ruinen, in tausend freiwilligen Arbeitsstunden geschaffen.

Der Club verfügte über einen Raum für 200 Personen. Damals eine Sensation! Rolf Braun war die Seele und dominante Persönlichkeit des Clubs, den er über fünf Jahrzehnte beharrlich zum Erfolg führte.

Mit den ersten spontanen Auftritt 1937 in Kastel bei der Jocus-Garde und seinem ersten erworbenen Ordensschmuck begann der kometenhafte Aufstieg für den unübertroffenen Verseschmied.

Das Genie Rolf Braun war für den KCK und die TV- Fastnacht ein Glücksfall. Er war ein grandioser Redner, einer der besten Sitzungspräsidenten aller Zeiten...

50 Jahre beim KCK, 25 Jahre bei der Fernseh-Sitzung. 1990 moderierte der KCK- Präsident im ZDF „Die Narren sind los“. Karneval von Nord bis Süd.

Idee  und Konzept stammte von Rolf Braun, die gute Resonanz fand. Der unerschöpfliche „Genius“ Rolf Braun schrieb auch wunderbare Lieder.

Unvergessen sind auch die umjubelten Eröffnungsspiele, die er nicht nur schrieb, sondern in denen er auch jeweils die Hauptrolle spielte.

Die Presse  pries ihn euphorisch 1962: „Rolf Braun, Meister der Situationskomik zwizwackte die Zwerchfelle der Narrenschar. Ehe das letzte Chorlied erklang, hatten die „Lachtrunkenen“ im Saal noch die höchste Bewährungsprobe zu bestehen.

Dank seiner Initiative startete der Club in der Turnhalle der Kasteler "Schule am Ludwigsplatz", heute "Stresemann-Schule" mit der ersten Nachthemdensitzung eine Form der Herrensitzung, die über die Grenzen von Kastel Berühmtheit erlangte.

Diese Sitzungen waren aus Rolf Braun’schen Guß perfekt, sauber und rein in Wort und Ton, stets vor einem zahlreichen Publikum.

Als Couplet und Clubsänger sorgte Braun für Lachsalven. Auslöser für die unendliche Erfolgsgeschichte des renommierten KCK ist der stets in leuchtender Erinnerung bleibende Mitbegründer und Ehrenpräsident Rolf Braun.

Der KCK gehört zur Fastnachts-Elite, die seit 1965 bis zum heutigen Tag aktiv beteiligt, auch ab 1973, als die beiden Sitzungen „Mainz wie es singt und lacht“ und „Mainz bleibt Mainz“ zusammengelegt wurden durch ZDF und ARD-SWF.

1963 war zum ersten Mal der Südwest-Hörfunk  zu Gast beim KCK. Alle Sitzungen der Fernsehfastnacht machte der KCK-Primus Rolf Braun durch die Eurovisionsschaltungen den Namen Kastel auch in Europa bekannt.

Als Kasteler Bub wuchs Braun am Bäckerplätzchen, heutiger Klober-Platz, auf. Der gefeierte Schluss-Redner war Braun 1955 in der ersten Fernsehsitzung der ARD mit seinem Vortrag des „Kleinwagenbesitzers“ in der Bütt.

1965 war Braun maßgeblich bei der Fernseh-Sitzung „Mainz bleibt Mainz" integriert. Mit 68% Sehbeteiligung wurde sie zu der beliebtesten Unterhaltungssendung im ZDF.

Rolf Braun war ein närrischer Akkordarbeiter, der Scheirborzeler, Sitzungspräsident und Redner in einem, der mit seiner sprühenden Idee für umjubelnde Höhepunkte bei den Sitzungen genial sorgen konnte.

Neben vielen hohen Auszeichnungen erhielt der Kulturschaffende und sozial  engagierte Rolf Braun den „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“, durch Bundespräsident Roman Herzog, in dessen Berliner Amtssitz „Schloss Bellevue“. Hunderte Orden, die er seinem KCK stiftete, sind an einer Glaswand in den Clubräumen ausgestellt.

Am 7.Juli 2006 verstarb Rolf Braun. Zum 10 jährigen Todestag von Rolf Braun, 2016, der im gesamten Bundesgebiet und Europa, Botschafter die Mainzer Lebensart mit viel närrischem Herzblut prägte, sei ein Denkanstoß angemessen:

Eine nachhaltige Würdigung wäre ein Denkmal am „Babbel- Eck“ und die „Gründer-Namensnennung“ vom KCK-Vereinsheim zu Rolf Braun-KCK-Haus in seinem Geburtsort Kastel...

(Herbert Fostel) -Foto: Archiv-

 
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(Rubrik pausiert)

Romantische Lyrik des Tages

Ein Weiser, der noch unter uns ist, hat einmal gesagt, daß das Leben keinen Sinn habe, außer dem, den man ihm selbst gibt.

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Der Menge ist oft nur beschieden, auf vorgezeichneten Pfaden zu wandern, ohne je über deren Richtung reflektieren zu können.

Den noch schlechter weggekommenen bleibt nur das ständige Ringen um die Erhaltung ihres Lebens selbst; für das Recht Atem zu schöpfen.

Wie wertvoll ist es, wenn die Gelegenheit sich bietet, über Leben und Sinn nachzudenken und den Mut zu haben, zum Handelnden zu werden.

(Stefan Simon)