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Kein AKW-Schutt nach Wiesbaden!
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Kein AKW-Schutt nach Wiesbaden!

Der Atomausstieg ist in vollem Gange, Kernkraftwerke werden rückgebaut. Doch wohin mit dem anfallenden Bauschutt? Einem Pressebericht vom Wochenende zufolge wollen die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden womöglich rund 1000 Tonnen „freigemessenen“ Schutt aus dem Rückbau des AKW Stade auf der Wiesbadener Deponie entsorgen bzw. einlagern. Auf Basis der aktuellen Informationen kann die UFW-Fraktion dieses Geschäft nur strikt ablehnen.

„Nur, weil der Bauschutt die gesetzlichen Strahlenwerte einhält, bedeutet das nicht zwangsläufig daß das Material auch unbedenklich ist“, sagt Christian Bachmann, Fraktionsvorsitzender der UFW.

Daß sowohl in Niedersachsen als auch in Sachsen die Deponien das Material nicht (mehr) annehmen, lasse aufhorchen. Denn über die dortigen Proteste von Bürgern könne man nicht einfach hinwegsehen.

In Wiesbaden muß das geschehen, worauf man sich zum Beispiel im Heidekreis nach Angaben der dortigen Abfallwirtschaft schon vor einigen Jahren verständigt hat: Eine politische Entscheidung auf regionaler Ebene fassen, ob Material aus Kernkraftwerken auf Deponien eingelagert wird, auch wenn es offiziell als unbedenklich eingestuft wird.

Nach Angaben des zuständigen Dezernenten in der Presse, daß für den Müll aus Stade ein etwa fünf Mal höherer Preis als für „normalen“ Schutt erzielt werden könne, müsse nachdenklich stimmen und wecke den Verdacht eines Geschäfts mit „Geschmäckle“.

„Warum sonst wird die Annahme dieses Materials marktunüblich hoch bezahlt und darf nicht recycelt werden?“, fragt sich Bachmann.

„Für uns steht fest: Dieses Thema muß dringend im Umweltausschuss erörtert werden. Ein solcher Sachverhalt, von dem zudem auch noch ein Imageschaden für Wiesbaden ausgehen kann, darf nicht an den politischen Gremien vorbeilaufen.

Unabhängig davon würde es uns nicht wundern, wenn Wiesbaden bald um eine Bürgerinitiative reicher wäre“, so Bachmann abschließend.

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