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Gegenseitige Schuldzuweisungen führen zu nichts
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Gegenseitige Schuldzuweisungen führen zu nichts

Kita am Hessenring in Nordenstadt: FREIE WÄHLER kritisieren, daß Einrichtung als Wahlkampfthema herhalten muß
 
In Nordenstadt ist man sich einig, daß die Kita am Hessenring in einen besseren Zustand versetzt werden muß. Doch über das „Wie“, Sanierung oder Neubau, scheiden sich seit vielen Jahren die Geister. War die Debatte lange von Sachlichkeit geprägt, scheint ihr diese nun komplett abhanden gekommen.
 
Was hier geschieht, ist der Versuch der Beeinflussung des Ortsbeirats durch die Stadtpolitik. Ich kann es nicht verstehen, daß sich ein Stadtverordneter so vehement einmischt, der mit dem Ortsbeirat eigentlich nichts am Hut hat “, sagt Christian Bachmann, Vorsitzender der FREIEN WÄHLER Wiesbaden. Es zeige sich wieder einmal, daß der Respekt vor der Unabhängigkeit der Ortsbeiräte nicht unbedingt groß sei.
 
Eine „ziemlich schlechte Show“: Mit diesen Worten kritisiert der SPD-Stadtverordnete Simon Rottloff den Nordenstadter Ortsvorsteher Rainer Pfeiffer und wirft ihm vor, die dringend notwendige Sanierung der Kita am Hessenring verhindert zu haben.

Dieser lässt das natürlich nicht auf sich sitzen: „Man versucht deutlich dem Ortsvorsteher zu schaden“, so seine Reaktion und verweist darauf, daß 2012 ein Kita-Neubau beschlossen wurde und dieser in Zusammenhang mit dem Gesamtkonzept Gemeindezentrum stehe.
 
„Ich kann es nicht gutheißen was Herr Rottloff macht. Es ist klar, daß Ortsvorsteher Pfeifer das nicht einfach so hinnimmt. Doch führt das zu nichts. Anstatt eine Lösung bezüglich der Kita zu finden, die dringend notwendig ist, gibt es nun gegenseitige Schuldzuweisungen“, sagt Peter Schüppenhauer von den FREIEN WÄHLERN Nordenstadt.

Das habe keinen tieferen Sinn  und belaste die Debatte enorm. Sowohl Rottloff als auch Pfeiffer, der selbst Stadtverordneter ist, sollten lieber ihren Einfluss in ihrer jeweiligen Stadtverordnetenfraktion geltend machen und so Druck ausüben, daß das im Jahr 2012 Beschlossene umgesetzt werde. Oder eben den Neubau der Kita vom Gesamtkonzept Gemeindezentrum abkoppeln, daß saniert werden könne, so Schüppenhauer weiter.
 
„Beide handeln absolut nicht mehr in der Sache, sondern versuchen sich zu profilieren. Die Kita ist nach wie vor in einem schlechten Zustand und sie wird nun als Wahlkampfthema instrumentalisiert.

Das bringt den Kindern nichts, aber den Politikern  möglicherweise die ein oder andere Stimme“, so Bachmann abschließend.

Wir meinen: Wieder so eine traurige Geschichte aus dem politischen Alltag - Die Wählerverdrossenheit läßt grüßen...

 
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