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Demonstration in der Oberstadt verlief friedlich
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Demonstration in der Oberstadt verlief friedlich

Polizei setzte auf Kommunikation

Mainz, Stahlbergstraße, 29.10.15, 19:00 bis 22:40 Uhr

Im Rahmen der Veranstaltung der Burschenschaft Germania zu Halle mit der Pegida-Angehörigen Tatjana Festerling als Rednerin, die von circa 60 Personen besucht wurde, versammelten sich am 29.10.2015 etwa 700 Gegendemonstranten an den beiden Absperrungen der Stahlbergstraße, um gegen den Auftritt der Rednerin mit Lautstärke anzutreten.

Im Vorfeld kam es zu der Beschädigung einer Kamera durch einen älteren Herrn, als ein Kameramann die Ankunft von Frau Festerling filmen wollte und weggestoßen wurde.

Nachdem die Rednerin kurz vor Veranstaltungsbeginn über einen Seitenweg eingetroffen war, begann die Gegendemonstration pünktlich um 19:00 Uhr.

Im Versammlungsraum im Bereich der Schillstraße standen etwa 500 Personen, überwiegend aus dem bürgerlichen Lager. Sie beschallten die Straße mit einer Lautsprecheranlage (mit der als Spitzenwert eine Lautstärke von 103 Dezibel erreicht wurde).

Am anderen Ende der Stahlbergstraße versammelten sich im Bereich der Philippsschanze weitere 200 Personen, obwohl dieser Raum nicht als Versammlungsraum deklariert war. Nachdem um 22:00 Uhr der Vortrag in der Burschenschaft beendet war, wurden auch die Gegendemonstranten zur Ruhe ermahnt.

Erst ein Gespräch des Kommunikationsteams der Polizei konnte diese dazu bewegen, die laute Anlage auszuschalten. Dennoch blieben circa 120 Personen im Versammlungsbereich und setzen sich teilweise auf die Straße. Auch am anderen Ende der Stahlbergstraße blieben die Gegendemonstranten stehen und blockierten die Straße.

In der Oberen Zahlbacher Straße (rückwärtiger Bereich zur Burschenschaft) hatten sich seit 21:00 Uhr etwa 100 zum Teil vermummte Gegendemonstranten versammelt. Die Pegida-Rednerin Frau Festerling konnte deshalb erst gegen 22:40 Uhr den Bereich verlassen.

Anschließend verließen auch die übrigen Demonstranten sukzessive die Oberstadt. Eine größere Gruppe von ihnen wollte geschlossen zum Hauptbahnhof marschieren. Das wurde ihnen zugesagt unter der Auflage ruhig zu bleiben. Sie wurden von der Polizei begleitet.
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"Wer durch Lautstärke oder andere Gewaltanwendung die Abhaltung einer politischen Veranstaltung verhindern will, ist ein Radikaler, ein Extremist und in den Methoden ein Nazi!" (Franz Josef Strauß)

 
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