Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Grundstück Wilhelmstraße – Filetstück mit hohem Gewinn
E-Mail PDF

Grundstück Wilhelmstraße – Filetstück mit hohem Gewinn

UFW rechnet mit hohem Ertrag für Investoren

In den vergangenen Tagen haben Opposition und Koalition bzw. Magistrat zu den erstaunlichen Vorgängen und Formalitäten um den Grundstücksverkauf an der Wilhelmstraße vieles gesagt, aber auch vieles verschwiegen.

Daß die Stadt bei dem geplanten Vergleich ein städtebaulich herausragendes Filetstück für eine absurd niedrige Summe verliert, steht außer Frage.

Doch wie sieht es eigentlich bei der OFB aus? Ein Projektentwickler mit privatwirtschaftlichem Interesse rechnet sicherlich mit hohen Gewinnen.

„Was uns der OFB-Geschäftsführer Dr. Riehl als ‚Stadtreparatur‘ verkaufen möchte, ist in Wahrheit ein reiner Geldsegen für den Investor.

Als Geschäftsführer vertritt er naturgemäß ausschließlich die Interessen des Projektentwicklers – daran ist an sich nichts Verwerfliches. Daß aber auch der Verkäufer im Interesse des Käufers verhandelt, anstatt seiner Pflicht gegenüber der Stadt gerecht zu werden, ist hingegen mehr als fragwürdig“ kritisiert Susanne Pöpel, UFW.

Wenn man den veranschlagten Kaufpreis mit den neuen Bedingungen betrachte, kann man sich leicht ausrechnen, welchen Deal die OFB hier eingeht.

Gehe man von Gestellungskosten von etwa 3000 Euro pro qm aus und einem durchaus angebrachten Veräußerungswert von 5000 Euro pro qm, dann bleibt nach Adam Riese ein erheblicher Gewinn. Denn schließlich geht es hier um zwölf Wohnhäuser in absoluter Toplage mit einer Wohnfläche von mehr als 18.000 qm.

„Die OFB macht mit diesem Grundstück rund 36 Millionen Euro, während die Stadt sich mit einem Bruchteil davon zufrieden geben will.

Von den rund 14 Millionen Euro für die Stadt müssen ja noch rund 5 Millionen Euro Steuern bezahlt werden. Warum baut die Stadt dann nicht selbst? Von dem Gewinn kann dann locker das Stadtmuseum und die CvO-Schule finanziert werden.

Anstatt an der Steuerschraube zu drehen und Unternehmen und Hunde höher zu besteuern, rate ich dem einen oder anderen Koalitionär, sich lieber mit ordentlichen Grundstücksverkäufen zu beschäftigen. Wie die OFB zeigt, zahlt sich das nämlich aus“ so Pöpel abschließend.

 
Regionale Werbung
Banner