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American Arms Hotel wird für 2 Jahre Erstaufnahmeeinrichtung für 1000 Flüchtlinge
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American Arms Hotel wird für 2 Jahre Erstaufnahmeeinrichtung für 1000 Flüchtlinge

Am Dienstag, 17. November, hatte das hessische Ministerium für Soziales und Integration die Öffentlichkeit in einer Pressemitteilung darüber informiert, daß das Land das American Arms Hotel als Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) für bis zu 1000 Flüchtlinge und zwei Jahre nutzen möchte.

„Ich bedauere diese Entwicklung sehr“, erklärt der WI Oberbürgermeister. Denn damit gerate die gesamte Planung für das Areal ins Wanken. Erst im Sommer wurde bekanntgegeben, daß die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) dort in den kommenden Jahren Studentenwohnungen, Einzelhandel und allgemeines Wohnen ermöglichen wollte."

(Hintergrund: Beim American Arms Hotel handelt es sich um eine Liegenschaft des Bundes, die die Stadt kaufen wollte, um sie zu entwickeln. Das Land Hessen hat bei Bundesliegenschaften ein Zugriffsrecht vor der Stadt.)

„Und aufgrund der aktuellen Entwicklungen hatten wir den Gebäudekomplex auch als Unterbringungsmöglichkeit für Flüchtlinge, die uns vom Land Hessen zugewiesen werden, in Erwägung gezogen“, so Gerich.

Hinzu komme, daß die hessische Landesregierung den Kommunen am Mittwoch, 11. November, mitgeteilt habe, daß das Land Hessen mit täglich 900 unterzubringenden Flüchtlingen rechne (Schätzung).

Deshalb seien erneute Einsatzbefehle zur Notunterbringung von Flüchtlingen zu erwarten - nach der gleichen Reihenfolge wie die ersten Einsatzbefehle.

Wir müssen also damit rechnen, in der ersten Dezemberhälfte einen weiteren Einsatzbefehl vom Land zu erhalten.

Da wir in Wiesbaden so kurzfristig keine Großunterkunft kaufen oder mieten können, werden wir zunächst erneut auf Sporthallen zugreifen müssen.

Ich habe daher am Donnerstag, 19. November, die Ortsvorsteher der betroffenen Ortsbezirke informiert, daß wir die Sporthallen in Klarenthal, im Schelmengraben und die Halle am Zweiten Ring dafür logistisch vorbereiten werden“, so Gerich weiter.

Eine Sperrung für den Sport erfolgt erst, wenn der entsprechende Einsatzbefehl durch das Land erteilt wird.

Ziel ist es, Turn- und Sporthallen nur für den absolut notwendigen Zeitraum zu belegen, da eine Notunterbringung in Turnhallen sowohl für Flüchtlinge als auch Nutzer aus Vereinen und Schulen auf Dauer nicht erstrebenswert ist.

(Dieser Pressebericht ist eine gekürzte Fassung der offiziellen Presssemitteilung der Stadt Wiesbaden vom 19.11.15 - 17:00 Uhr)

 
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