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Wiesbaden: Einheitsbrei in der Fußgängerzone: Kaufkraft wandert ab
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Wiesbaden: Einheitsbrei in der Fußgängerzone: Kaufkraft wandert ab

Verödung der Innenstadt kritisiert

Wer früher zum Shoppen nach Wiesbaden kam, hatte die Qual der Wahl bei welchem alteingesessenen Fachhändler er einkaufen geht.

Doch in den vergangenen Jahren hat sich das Bild dramatisch geändert: Ein Fachhändler nach dem anderen schließt seine Tore, dafür breiten sich in der Innenstadt zunehmend Filialketten aus.

Kirch- und Langgasse heben sich von Einkaufsstraßen in anderen Städten mittlerweile kaum mehr ab.

„Bereits vor mehr als einem Jahr hatte ich vor dem zunehmenden Einheitsbrei und der Uniformierung der Innenstadt gewarnt. Dies hat sich im Jahr 2015 ausgebreitet und nimmt mit dem Jahreswechsel und weiteren Geschäftsaufgaben wohl noch zu.

Die Innenstadt wird als Einkaufsort somit leider immer unattraktiver, zunehmend mehr Kaufkraft fließt ab“, sagt Christian Bachmann, Fraktionsvorsitzender der UFW.

Möglichkeiten des Gegensteuerns sieht Bachmann in einem umfassenden Einzelhandelskonzept für die Wiesbadener Innenstadt.

Dazu gehören, neben einem attraktiven Marketingangebot, auch ein zentral gesteuertes Leerstandsmanagement und günstige Parkplätze, um gegen die Konkurrenz auf der „grünen Wiese“ zu bestehen.

Bachmann ist sich sicher: Die Wiesbadener müssen einen Mehrwert gegenüber Einkaufszentren und dem Internet geboten bekommen. Zum Beispiel durch kostengünstige Parkplätze oder Bonusaktionen. Dann bleibt auch der Euro in der Stadt.

Um alteingesessene Fachhändler zu unterstützen, dürfen auch die Öffnungszeiten nicht weiter flexibilisiert werden. Denn für die von Filialketten umzingelten „Kleinen“ würde dies bedeuten: Die Personalkosten steigen weiter. Ob auch der Umsatz steigt, ist hingegen fraglich.

„Ich  bin auch über den Charme des historischen Fünfecks besorgt: Er verliert durch uniformierte Geschäfte und „Billig-Ketten“ an Strahl- und Anziehungskraft. Und wenn sich das rumspricht, bleiben wohl auch zunehmend mehr Touristen der Landeshauptstadt fern“, so Bachmann abschließend.

 
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