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Taunuswind-Fiasko so schnell wie möglich beenden! - Nächste gutachterliche Ohrfeige für den Magistrat
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Taunuswind-Fiasko so schnell wie möglich beenden! - Nächste gutachterliche Ohrfeige für den Magistrat

Trinkwasserqualität darf nicht riskiert werden

Bezugnehmend auf die Bedenken des Landesamts für Umwelt und Geologie erklärt der Fraktionsvorsitzende der Wiesbadener FDP, Christian Diers:

„Nach der Stellungnahme des Denkmalschutzes ist das Gutachten des Landesamtes für Umwelt und Geologie nun die nächste Ohrfeige für ESWE und den Magistrat.

Es ist schon seltsam, daß Aussagen der ESWE und der Stadtoberen regelmäßig von fachlich kompetenten Stellen wieder einkassiert werden.“

Diers erinnert daran, daß dies nicht der erste fachlich begründete Einwand ist. Bereits zuvor hatten der städtische und der hessische Denkmalschutz sowie die Stadt Taunusstein mit einem Gutachten der TU Karlsruhe Einwände geäußert, ohne daß dies dem Magistrat mehr als ein Schulterzucken wert gewesen wäre:

„Der Magistrat vernachlässigt seine Pflicht, die Interessen der Wiesbadener Bürger zu vertreten. Stattdessen agiert er ganz schamlos als Erfüllungsgehilfe der ESWE“, kritisiert Christian Diers.

Er fordert: „Der Magistrat und die Parteien, die das Projekt politisch tragen, müssen sich nun erklären. Wollen sie das Projekt dennoch weiterverfolgen und eine Ausnahmegenehmigung einholen? Dann müssen sie sich vorwerfen lassen, das Gewinnstreben der Stadtwerke dem Trinkwasserschutz vorzuziehen.“

Die FDP-Stadtverordnetenfraktion hatte bereits 2014 im Ausschuss für Umwelt, Energie und Sauberkeit auf Probleme beim Wasserschutz hingewiesen. Damals erklärten ESWE und Umweltdezernent Goßmann unisono, daß man keine Probleme beim Wasserschutz sehe. Diers sieht diese Aussagen nun widerlegt:

„Die Wiesbadener Bürger müssen sich darauf verlassen können, daß das Wasser aus ihrem Wasserhahn von höchster Qualität und gesundheitlich absolut unbedenklich ist.

Nun steht fest: Mit dem Windpark auf dem Taunuskamm kann dies nicht mehr gewährleistet werden. Das Projekt muß nun gestoppt werden!“

Große Hoffnungen auf ein Umdenken vor der Kommunalwahl am 6. März hat der umweltpolitischen Sprecher der Freien Demokraten jedoch nicht: „Das Thema soll weiterhin totgeschwiegen und klein gehalten werden.

Es ist schon faszinierend, daß ausgerechnet die Politiker, die mit anschaulichen Bildern von brennenden Wasserhähnen vor den Gefahren des Fracking warnen, ganz still sind, wenn es um ihr Lieblingsthema Windkraft geht.

"Beim Ausbau der erneuerbaren Energien muß endlich wieder Vernunft statt Ideologie in die Politik einzieht“, so Diers abschließend...

 
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(Stefan Simon)