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Linie 8 im Komponistenviertel wieder einstellen!
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Linie 8 im Komponistenviertel wieder einstellen!

Kaum Nachfrage und gefährdete Bürger

Befürchtungen der UFW und der Anwohner haben sich bewahrheitet – Seit nicht einmal drei Wochen fährt die Buslinie 8 einen Schlenker durch das Komponistenviertel, doch schon jetzt steht fest: Die Sicherheitsbedenken bestätigen sich, die Busse sind meist leer, die neue Streckenführung ist ein Flop!

Während sich Verkehrsdezernentin Möricke und Eswe-Verkehr-Geschäftsführer Gerhard bei einer symbolischen Eröffnungsfahrt vor zwei Wochen feiern ließen, wächst der Unmut unter den Anwohnern stetig.

„Viele Anwohner beschweren sich über den Lärm, vor allem aber auch über die von den Bussen ausgehende Gefahr. Ein Bürger etwa, der in einer Kurve der Richard-Wagner-Straße wohnt, wurde schon mehrfach beinahe von den Berg herunterdonnernden Bussen angefahren als er in sein Auto einsteigen wollte. Das ist absolut inakzeptabel, es muss sich zwingend zeitnah etwas ändern“, sagt die stellvertretende UFW-Fraktionsvorsitzende Susanne Pöpel.

Viele Bürger haben beobachtet, daß die Busse viel zu schnell durch das Komponistenviertel fahren und sorgen sich vor allem um ihre Kinder. Doch damit nicht genug:

Die Busfahrer scheinen bezüglich der neuen Streckenführung schlecht geschult zu sein und fahren immer wieder auch durch die Johann-Sebastian-Bach-Straße. Somit werden auch noch Bürger belastet und gefährdet, die nicht unmittelbar an der neuen Strecke wohnen.

„Hinzu kommt, daß die neue Bus-Verbindung wie erwartet so gut wie nicht genutzt wird. Die Busse sind meist leer oder mit nur sehr wenigen Fahrgästen besetzt, und an den neuen Bushaltestellen sieht man nie jemand warten.

Die Streckenausweitung hat somit keinen Sinn; Möricke, Gerhard und auch Ortsvorsteher Graffy haben sich damit ein Eigentor geschossen. Der ÖPNV in der Landeshauptstadt ist sowieso schon ein Zuschußgeschäft, die Ausweitung der Streckenführung hat mit wirtschaftlichem Handeln absolut nichts zu tun“, so Pöpel weiter.

Die UFW hatte gefordert, die neue Haltestelle an der Richard-Wagner-Straße/Ecke Schumannstraße ersatzlos zu streichen und die Linie 8 stattdessen durch die Abeggstraße zu führen, da sie schließlich dort auch gewünscht wurde: vor allem von den dortigen Anwohnern, aber auch von den Besuchern der Mauritiuskirche. Jedoch wurde unser Kompromissvorschlag der Kleinen Schleife leider im Ortsbeirat und in der Stadtverordnetenversammlung nicht ernst genommen, obwohl in 110 Anwohner unterstützt haben.

„Die Ablehnung des Kompromisses sowie die nun eingetretene Gefährdung der Bürger und die sehr schwache Nachfrage lassen nur noch einen logischen Schluss zu: Ich fordere die neue Busverbindung zum nächstmöglichen Zeitpunkt wieder einzustellen!“, so Pöpel abschließend.

(Susanne Pöpel)

 
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