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Ria Wagner 95

95 Jahre und noch geistig voll fit

Frau Ria Wagner geb. Assmann feiert am 12. Februar ihren 95. Geburtstag. Geboren wurde sie 1921 in Sachsenhausen, bereits 1924 zog die Familie Assmann dann nach Kastel in die Frankfurter Straße.

Ria Wagner besuchte die Volksschule in Kastel und wechselte 1937 auf die Handelsschule nach Mainz, die sie mit der Mittleren Reife abschloss.

Bei der Baufirma Dyckerhoff und Wittmann absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung, wechselte im Jahr 1940 als Verwaltungsangestellte zum Heereszeugamt.

1942 erfolgte die Versetzung nach Paris, bevor sie zwei Jahre später wieder nach Kastel ins Heereszeugamt versetzt wurde.
Am 04. Oktober 1942 heiratete sie Christoph Wagner aus Kitzingen.

An dem für Kastel folgenschweren 08.09.1944 ging sie wie immer um 7:30 Uhr zur Arbeit, um 11:30 Uhr erfolgt dann der große Luftangriff. Diesen überstand sie mit großem Glück unverletzt, wurde jedoch kurz später bei dem Angriff am 09.10.1944 am Lendenwirbel schwer verletzt.

Von 1946 bis 1948 arbeitete Frau Ria Wagner ehrenamtlich bei Pfarrer Schwalbach in Kastel. Bei der Süddeutschen Eisen und Stahl arbeitete sie von 1949 bis 1956.

1957 bekam sie dann eine Anstellung beim Bischöflichen Ordinariat als Verwaltungsangestellte. Bis zu ihrer Pensionierung 1988 hatte sie diese Stelle inne.

1967 bezog Frau Ria Wagner mit ihrem Ehemann ihr Haus an der Steinern Straße. Am 14. Mai 1984 verstarb ihr Ehemann.
1989 trat die „Unruheständlerin“ bei der Kasteler Traditionsgarde ein und stellte sich mit viel Herzblut dem Präsidenten und Generalfeldmarschall August Feldmann ehrenamtlich zur Verfügung. Die Kasteler Jocus-Garde ernannte Ria Wagner zum Ehrenoffizier.  

Bei der Gesellschaft für Heimatgeschichte hatte Ria Wagner die Mitgliedsnummer 28. Seit der Vereinsgründung unterstützte sie den Verein finanziell und überließ ihm einen Tisch, dessen Tischplatte mit Inflationsgeld belegt ist. Eine wertvolle Arbeit.

Zur Gedenkfeier der Zerstörung Kastels vor 70 Jahren war sie Zeitzeuge in einem Video, das während der GHK-Ausstellung die Bombardierung Kastels erzählte und viele Besucher in ihren Bann zog.

Seit dem 15 .Dezember 2015 hat sie sich im Seniorenstift “Frankenhöhe“ eingemietet. Wenn man heute Frau Wagner erzählen hört, ist man überrascht, wie geistig fit sie noch mit ihren 95 Jahren ist. Sie fesselt den Zuhörer mit ihren selbst erlebten Geschichten.

Ihren 95. Geburtstag am 12. Februar feiert die Jubilarin in der Bastion von Schönborn.

(Herbert Fostel) -Lesen Sie dazu auch HIER-

 
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