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Kochbrunnen wird gereinigt – Sintersteine können abgeholt werden
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Kochbrunnen wird gereinigt – Sintersteine können abgeholt werden

Die wohl bekannteste Thermalquelle Wiesbadens ist der Kochbrunnen am Kranzplatz. Die Natrium-Chlorid-Thermalquelle war im 19. Jahrhundert Zentrum der Wiesbadener Trinkkur und ist auch heute noch ein Wahrzeichen von Wiesbaden.

Der Name des Kochrunnens bezieht sich auf die Wassertemperatur von über 66 Grad Celsius. Am Kochbrunnenspringer lassen sich die Sinterablagerungen deutlich erkennen, für die Wiesbaden in der Römerzeit bekannt war und die als „Mattiakische Kugeln“ zum Färben von Haaren benutzt wurden.

Der rötlich-gelbe Belag wächst jährlich um sieben Zentimeter. Er muß oft entfernt werden, damit er den muschelförmigen Brunnen nicht erdrückt.

In diesem Jahr findet die Reinigung am Dienstag, 3., und Mittwoch, 4. Mai, statt. Wer eine mineralische Ablagerung – einen Sinterstein - erhalten möchte, kann sich an den beiden Tagen gerne vor Ort das passende Stück abholen.

Der Kochbrunnen ist eine der sogenannten Primärquellen Wiesbadens. Nur ein kleiner Teil des Wassers speist die Trinkstelle im Kochbrunnenpavillon und den „Kochbrunnenspringer“.

Die Hauptmenge wird in die Aufbereitungsanlage der Kaiser-Friedrich-Therme eingespeist; von dort aus gelangt es in das weit verzweigte Thermalwassernetz der Stadt.

Das Wiesbadener Quellwasser ist besonders wertvoll zur Linderung rheumatischer und orthopädischer Erkrankungen.

 
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