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In Memoriam - Rolf Braun
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In Memoriam - Rolf Braun

10. Todestag vom KCK-Idol Rolf Braun

Der unvergessene Ehrenpräsident Rolf Braun hatte am 7. Juli seinen 10. Todestag. Auf seinen testamentarischen Wunsch wurde der Verstorbene 2006 auf dem Kasteler Friedhof beerdigt.

Rolf Braun war jahrzehntelang einer der großen Repräsentanten der Mainzer Fastnacht. Als genialer Sitzungspräsident in der Fersehfastnacht hat Rolf Braun auch Kastel bundesweit und in Europa bekanntgemacht.

In seiner grandiosen närrischen Vita sind zu würdigen: Schlagfertiger und motivierender Präsident des Kasteler Carneval- Klubs, Büttenredner von unwiderstehlicher Durchschlagskraft, Scheierborzeler, Liederdichter und Verfasser zahlreicher, von Erfolg gekrönter Eröffnungsspiele.

Als exzellenter Büttenredner konnte er brillieren. In all den Jahren in der Fastnachtszeit konnte er famos das Licht der reinen Freude, des heilsamen Lachens über Menschliches und  allzu Menschliches entzünden.

 

Rolf Brauns Humor schien unversiegbar. Witz und Schlagfertigkeit waren  ihm so eigen wie die Gabe, mitten hineinzugreifen ins Alltagsleben und dank seiner mimischen rhetorischen Begabung, den Menschen der damaligen Zeit und damit die Zeit selbst zu karikieren.

Wie jeder echte Määnzer Fassenachter griff Braun zur Maske, um liebenswerte menschliche Schwächen mit der vollendeten Kunst des geborenen Schalksnarren ins Zerrbild zu setzen. Mit Herz, Schwung und mitreißender Beredsamkeit verkörperte er starke Typen, ohne selbst zur Type zu werden.

Darin gründete sein Erfolg, als Feuerwehrmann, Bundes-Campingnese, Italienurlauber, Lottogewinner oder Filmschauspieler, um nur einige der Gestalten zu nennen, in denen er Jahr für Jahr über die Mainzer Narrenbühne wanderte.

All diese Gestalten glichen Rolf Braun so unverkennbar, daß an der „Vaterschaft“ kein Zweifel bestehen konnte. Zweifel an einer großen närrischen Zukunft gab es schon damals nicht, als sich 1947 im jungen Kasteler Atlanta-Club, dem heutigen KCK, die Sturzbäche des Lachens eruptiv ergossen, wenn Rolf Braun auf der närrischen Rostra stand.

Ob in den berühmten Nachthemden-Sitzungen, den stimmungsvollen Prunkfremdensitzungen dieses Klubs oder den Fernsehsitzungen „Mainz wie es singt und lacht“, hier wie dort setzte Braun der tristen Welt immer wieder funkelnde närrische Lichter auf.

KCK-Ehrenpräsident Jürgen Müller schilderte in einem Rückblick die legendäre „Lichtgestalt“ Rolf Braun: „Rolf Braun war für den KCK ein Glücksfall. Er war ein großartiger Redner, der beste Sitzungspräsident, 50 Jahre beim KCK, 25 Jahre bei der Fernsehsitzung.

Er schrieb wunderbare Lieder. Unvergessen sind die Eröffnungsspiele, die er nicht nur schrieb, sondern in denen er auch jeweils die Hauptrolle spielte.

Er führte den KCK 43 Jahre erfolgreich als Präsident und machte ihn letztlich zu dem, was er heute ist: Einer der bekanntesten Fastnachtsvereine, nicht nur in Mainz, sondern in der ganzen Region. Der Name Rolf Braun und KCK werden auch in Zukunft unzertrennlich sein“.

(Herbert Fostel)

Anmerkung der Redaktion: Aus Copyrightgründen können diesem Bericht keine Foto beifügen...

 
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