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Flüchtlingsunterkünfte in Erbenheim - Ortsbeiratsmitglieder wollen Pläne stoppen
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Flüchtlingsunterkünfte in Erbenheim - Ortsbeiratsmitglieder wollen Pläne stoppen

In Erbenheim sind zwei weitere Flüchtlingsunterkünfte für etwa 600 Personen geplant. Mit einem öffentlichen Rundschreiben haben verantwortliche Ortbeiratsmitglieder aus Erbenheim den Magistrat dazu aufgefordert die Pläne zu stoppen bzw. zu ändern.

Sollten die Unterkünfte voll ausgelastet sein, gäbe es in Erbenheim etwa 700 Geflüchtete bei dann etwa 10.000 Einwohnern.

„Mit der Art und Weise der Kommunikation haben sich die Verantwortlichen des Schreibens keinen Gefallen getan.

Anstatt eine emotionale und öffentliche Debatte aufzuheizen, hätte man lieber den direkten Weg gemeinsam mit dem gesamten Ortsbeirat zum Magistrat suchen sollen“ so Christian Bachmann, Fraktionsvorsitzender der FW/BLW.

 

„Und ungeachtet der dringenden Notwendigkeit und unserer humanitären Pflicht in Wiesbaden langfristig für ausreichend Wohnungen zu sorgen, halten wir es aber ebenso im Rahmen der Wiesbadener Linie für problematisch, wenn vereinzelte Ortsteile bei den Planungen für Gemeinschaftsunterkünfte deutlich mehr belastet werden als andere.“

Betrachte man den Sozialatlas der Stadt Wiesbaden, sei nicht von der Hand zu weisen, daß insbesondere das Erbenheimer Hochfeld durchaus in einer sozialen Schieflage ist, dem entgegengewirkt werden muß.

Stattdessen könnte durch die geplanten Gemeinschaftsunterkünfte insbesondere die soziale Infrastruktur weiter be- statt entlastet werden.

„Integration hört nicht beim Wohnen auf – bei den Planungen ist es also unbedingt notwendig, begleitende Maßnahmen zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe ALLER Erbenheimer weiter auszubauen“ sagt Bachmann weiter.

„Die Verantwortlichen in Wiesbaden haben bisher sehr gutes Fingerspitzengefühl gezeigt. Wir müssen aber aufpassen, daß die Diskussionen sich nicht emotional zuspitzen!

Wir brauchen Sachlichkeit und ein offenes Ohr für und auf allen Seiten, ansonsten sind die Leidtragenden wieder die Bürger – neue und alte gleichermaßen“ – fügt die stellv. Fraktionsvorsitzende Monika Becht abschließend hinzu.

 
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