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Liegenschaften „Altes Gericht“: Magistrat bringt Lösungen auf den Weg
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Liegenschaften „Altes Gericht“: Magistrat bringt Lösungen auf den Weg

Gleich drei Sitzungsvorlagen zur Entwicklung des Areals am „Alten Gericht“ zwischen Moritzstraße und Oranienstraße hat die Stadtentwicklungsdezernentin dem Magistrat in seiner Sitzung am Dienstag, 1. November, zur Beteiligung des Ortsbeirates Mitte vorgelegt.

Diese enthalten die Satzungsbeschlußvorschläge zur Aufhebung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Revitalisierung des Stadtviertels – Südlich der Gerichtsstraße“ sowie für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Hochschule Moritzstraße“ und den neuen vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Südlich der Gerichtsstraße“.

Die Vorhaben basieren auf einem entsprechenden ‚Letter of Intent‘, in dem sich das Land Hessen als (Noch-)Eigentümer des Areals gegenüber der Landeshauptstadt Wiesbaden verpflichtet hat, für den Erhalt der denkmalgeschützten Gebäude und für eine sinnvolle Folgenutzung des Gerichtsareals Sorge zu tragen.

Damit soll der von Anwohnern und Gewerbetreibenden der Fläche befürchteten negativen Entwicklung des Gebiets nach dem Wegzug der Gerichte entgegengewirkt werden.

Der am 25. März 2011 in Kraft getretene Bebauungsplan „Revitalisierung des Stadtviertels – Südlich der Gerichtsstraße“ mußte aufgehoben werden, da weder das Vorhaben „Nachnutzung durch die Law School der EBS Universität“ realisiert wurde noch ein im Jahr 2013 erwogenes gemeinsames Konzept der EBS und der Hochschule Fresenius.

Der neue vorhabenbezogene Bebauungsplan „Hochschule Moritzstraße“ schafft Planungsrecht für die Errichtung einer Hochschule.

Dort möchte die Hochschule Fresenius mit Stammsitz in Idstein eine Dependance in Wiesbaden gründen und ein Hochschulgebäude mit Hörsaal und Cafeteria für rund 1.000 Studierende der Fachbereiche Design sowie Wirtschaft und Medien errichten.

Damit kehrt die Hochschule wieder zurück an den Ort ihrer Wurzeln zu dem von Carl Remigius Fresenius in Wiesbaden 1848 gegründete Chemische Laboratorium Fresenius.
 
Inhaltlich mit dem Vorhaben der Hochschule Fresenius abgestimmt, plant die Nassauische Heimstätte an der Ecke Oranienstraße/Albrechtstraße, ein neues Studentenwohnheim mit 100 bis 120 Wohnheimplätzen zu errichten sowie das Gebäude des ehemaligen Beamtenwohnhauses ebenfalls für studentische Wohnzwecke zu nutzen.

In dem denkmalgeschützten Gerichtsaltbau sind 58 Wohnungen mit ergänzenden gewerblichen Nutzungen vorgesehen. Die benötigten Stellplätze werden überwiegend in zwei Tiefgaragen, die von der Albrechtstraße angefahren werden, angeordnet. Der von den Gebäuden umschlossene Innenhof wird als Platzfläche gestaltet.

Mit den Satzungsbeschlüssen dieser beiden aufeinander abgestimmten Bebauungspläne werden die Grundlagen geschaffen, daß die Hochschule Fresenius und die Nassauische Heimstätte zügig die Bauarbeiten in Angriff nehmen können, damit in die seit dem Auszug der Gerichte 2009 leerstehenden Flächen wieder Leben einzieht und die neue Nachbarschaft Schwung ins Areal bringt...

 
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