Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Geschäftsanzeigen und Empfehlungen aus der Region
Caligari: „Die Deutschen und die Polen“ von Andrzej Klamt
E-Mail PDF

Caligari: „Die Deutschen und die Polen“ von Andrzej Klamt

Am Donnerstag, 3. November, 20 Uhr, ist in einer Kinopremiere der zweiteilige Dokumentarfilm „Die Deutschen und die Polen – Geschichten einer Nachbarschaft“ im Caligari, Markplatz 9, in Wiesbaden zu sehen.

Der Wiesbadener Filmemacher Andrzej Klamt und Mitglieder des Filmteams werden an diesem Abend anwesend sein.

Bis heute wird die deutsch-polnische Geschichte oft verkürzt und entstellt als eine Geschichte von Kriegen, Teilungen und Besetzungen beschrieben.

Doch dies ist nur die halbe Wahrheit – und sie spiegelt vor allem die Ereignisse des 19. und 20. Jahrhunderts wider. Die früheren Beziehungen zwischen Deutschen und Polen waren meistens friedlich, geprägt von Koexistenz, Zusammenarbeit und Austausch.

Zum ersten Mal wird ein gemeinsames deutsch-polnisches Filmprojekt die Geschichte der nachbarschaftlichen Beziehungen erzählen und neu beleuchten.

Die Halbtotal Filmproduktion aus Wiesbaden konnte als Partner für die Koproduktion das ZDF, 3sat, tvn aus Polen sowie die HessenFilm und die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gewinnen.

Der erste Film behandelt die ersten Jahrhunderte der gemeinsamen Geschichte bis zu den Teilungen Polens und dem Untergang des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation.

Der zweite Film wagt sich auf eines der spannendsten und bisher wenig erforschten Felder der deutsch-polnischen Historie. Es ist die wechselseitige Migration und der Kulturaustausch.

Schon im frühen Mittelalter zogen deutsche und jüdische Siedler nach Polen und wurden dort heimisch. Viel später begann die Massenmigration der Polen nach Deutschland.

Die Polen waren somit die ersten „Gastarbeiter“ in der Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Die nächste Welle der polnischen Emigration war die der Solidarnosc-Emigranten, der seit Polens EU-Beitritt hunderttausende neuer Migranten folgten.

Doch kann man die Geschichte von Polen und Deutschen nicht ohne die jüdischen Beziehungen erzählen. Die Geschichte der europäischen Juden hat ihre stärksten Spuren in Deutschland und Polen hinterlassen.

Eintrittskarten zu sechs, ermäßigt fünf Euro gibt es bei der Tourist Information, Marktplatz 1, und an der Kinokasse.

 
Regionale Werbung

Diese Frage stellt sich

Wer frißt Eisen?
- Der Rost.

Romantische Lyrik des Tages

WIE schön ist es, Deine Hand
gefühlt zu haben!
Und wie schwer, sie wieder
zu laßen!
Wie kann eine Berührung so
kostbar sein?
Sie ist mit jenem Gefühl
verbunden.
Das fast schon vergeßen schien;
Und doch war es nie vergeßen.
Es war immer da und will gegeben sein.

(Stefan Simon)