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Toni Oestereich: 60 Jahre
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Toni Oestereich: 60 Jahre

Ein Glücksfall für den KCV

Mit geladenen Gästen feiert der KCV-Präsident Toni Oestereich seinen 60. Geburtstag am 10.01.2017 im Gemeindezentrum Maria Hilf in Kostheim.

Toni Oestereich wurde in Mainz geboren und verkörpert Mainzer Lebensart. Ein Faible für die Seefahrt hat der Jubilar.

1976-1980 diente er freiwillig bei der Marine. Ein Genre, das ihn heute noch interessiert. Kaum zu glauben aber wahr! 1979 hatte Toni Oestereich seine erste ernsthafte Begegnung mit der Fastnacht.

Sie lagen mit vier Schiffen vor Monrovia, der Hauptstadt von Liberia an der westafrikanischen Küste. Viele Mariner stammten aus Fastnachtshochburgen.

Man beschloß mit viel „Konfetti in der Blutbahn“ eine Sitzung abzuhalten, bei der Toni Oestereich als "Sitzungspräsident an Bord" die Schelle schwang.

Der Jubilar beteuert dazu: „Dies war die exotischste Sitzung, die ich bisher erlebt hatte“. Eigentlich wollte Toni Oestereich einmal Innenarchitekt werden, aber er übernahm einer alten Familientradition folgend den Betrieb seines Vaters, bei dem übrigens auch sein Bruder Josef als tüchtiger Bäcker tätig ist.

Auch diese Entscheidung hat der erfolgreiche Unternehmer, Bäcker,-und Konditormeister mit seinen florierenden Filialen in Mainz-Kostheim nicht bereut. Das Familienunternehmen besteht seit über 75 Jahren.

In seinen Jugendjahren war Toni Oestereich noch nicht von Carnevalitis infiziert, denn Fastnacht war nicht so sein Ding. Dann lernte er jedoch seine charmante Frau Petra kennen die im furiosen Ballett des KCV mitwirbelte.

Rein zufällig war ihr Vater Heinz Treber seit vielen Jahren Vereins-Präsident und Sitzungspräsident des renommierten Kostheimer-Carneval-Verein.

Wenn man in eine solch närrisch vorbelastete Familie einheiratet wird der aktive fastnachtliche Einsatz über kurz oder lang zur Pflicht, obwohl bis dahin seine Begeisterung dem Handball und Tennis gehörte.

Seit 1980 sage und schreibe 37 Jahre treues KCV Mitglied mit viel Herz und Verstand. Seine aktive Laufbahn begann bei der Mitgestaltung des Bühnenbilds.

1989 beim 6x11-jährigen „närrischen KCV-Jubiläum“ war seine umjubelte Premiere als famoser Jungprotokoller und als engagierter Vizepräsident in Amt und Würden.

Maßgeblicher Ideengeber war der „Fastnachtler aus Leidenschaft“, auch für die bis heute ausverkauften Flößersitzungen. Die erste Flößersitzung fand am 14.02.1990 in der „Kostheimer Scheier“ statt. Die erforderlichen Eintrittskarten wurden von Toni Oestereich selbst handgefertigt zum Preis von11,11 DM, an die „Herren-Besucher“ verkauft.

Aus juristischen Scharmützeln  war dies eine einmalige Veranstaltung. Die gefeierte „Auferstehung“ fand 1991 bis zum heutigen närrischen Zeitgeschehen im Kostheimer Bürgerhaus statt. Zur festen Tradition gehört, daß die Besucher solidarisch im „Flößer-Hemd“ erscheinen.

Dies ist eine Hommage an die einst blühende Flößerdynastie in der hiesigen Region. 1993 wurde Toni Oestereich zum Vereinspräsident berufen, diesem ehrenamtlichen Führungsamt steht er ohne „Fehl und Tadel“ sowie als souveräner Sitzungspräsident, seit 24 Jahren vor.

Toni Oestereich gehört auch zu den Mitinspiratoren des AKK-Umzug Kastel/Kostheim am Fastnachtsamstag, der in der Kampagne 2017 sein 2x11jähriges Zug-Jubiläum feiern kann. Als federführender Initiator und Moderator ist der Jubilar für die traditionelle „Erstürmung der Ortsverwaltung Kastel-Kostheim“ zuständig.

Zu seinen Führungsqualitäten gehört auch die Jugendförderung in allen Bereichen. Auf der närrischen Rostra konnte er 29 Jahre  als geschliffener Verseschmied in seinen damaligen Paraderollen als „ KCV-Bajazz  mit der Laterne“ und als „Chef des Protokolls“  mit nachhaltiger Kritik zum aktuellen politischen Zeitgeschehen aus der Bütt brillieren. Eine schwierige Aufgabe das „Eis“ am Anfang der Sitzung zu brechen, meisterte er stets genial!

2016 entschloß er sich, diesen närrischen Part in jüngere Hände zu geben. Bei den ausgewogenen Spitzensitzungen im Kostheimer Bürgerhaus auf deren Programmabläufe er sich mit viel Akribie vorbereitet, versteht er es die einzelnen Protagonisten auf der Bühne vorzustellen und genauso herzlich mit zündenden Versen zu verabschieden.

Der einzigartigen „Närrischen Weinprobe“ im Kloster Eberbach, als Mitinitiator, hat er „seinen Stempel aufgedrückt“. Toni Oestereich ist unermüdlich und unerschöpflich hinter den Kulissen und auf der Bühne tätig.

Zu seinen  Credo zählt: „Fastnacht hat sich dem Zeitgeschehen angepaßt, was eine natürliche Entwicklung ist. Die bodenständige Elemente der Mainzer Fastnacht sollen aber in den Sizungen beibehalten werden“.

Der Jubilar ist Motivator, Perfektionist und Visionist. „Erfolg ist kein Ruhekissen“ und das „Klammern an die Routine“ ist die „Angst zu scheitern“ bestimmt seine Agenda.

Mit sieben Saalveranstaltungen im Kostheimer Bürgerhaus, sowie einer „Närrischen Weinprobe“ im Kloster Eberbach zählt der KCV zum „größten Fastnacht-Veranstalter in Wiesbaden und AKK“.

Ebenfalls bei den Umzügen in AKK (Fastnachtsamstag), Dacho Wiesbaden (Fastnachtsonntag), und am Rosenmontag in Mainz nimmt der KCV mit Komitee-Prunkwagen und Troß teil.

Der zeitaufreibende Aufwand für seine Kooperation ist für den unermüdlichen Toni Oestereich keine Belastung sondern sein Hobby.

Aber an erster Stelle kommt für den Vater von zwei erwachsenen Kindern, und seit dem 27.12.2016 auch Opa, seiner ersten Enkelin Emilia, seine Familie, die allesamt unter der „Carnevalitis“ leiden, und natürlich als zuverlässige Aktive ihrem KCV zur Verfügung stehen.

Seine tüchtige Gattin Petra (seit 55 Jahre aktiv!) leitet mit viel Umsicht die Kartenkommission und ist Gründerin der legendären „KCV-Venezianerinnen“ die bei Umzügen mit ihren selbst genähten prachtvollen Kostümen glänzen konnten. Toni Oestereich ist nicht nur ein Glücksfall für den KCV - „Er ist der KCV“!   

(Herbert Fostel) - Foto: Peter Stoiber

...und die AKK-Zeitung fügt hinzu: ...und sicherlich nicht ganz nebenbei backt er auch köstliche Brote, knusprige Brötchen, Kaffeestückchen und eine geradezu einmalige Schwarzwälder Kirschtorte...!

 
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