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Toni 60 !

Wie in einem kürzlichen Beitrag angekündigt, fand zwischenzeitlich der 60. von Toni Oestereich statt, worüber der Chronist folgendes zu berichten weiß:

Ein „MARINER MACHT BEIM KCV KARRIERE“ - Toni Oestereich feiert vierfarbbunt seinen 60. Geburtstag

Kaum zu glauben, aber wahr: Mit der Fastnacht hatte Toni Oestereich ursprünglich nichts am Hut, das Schicksal sollte ihn erst später in die Gunst von Gott Jocus führen.

Und jetzt feiert der Sitzungspräsident des Kostheimer Carneval-Vereins seinen 60. Geburtstag inmitten seiner närrischen Mitstreiter.

Für KCV-Medienberater Herbert Fostel ein Grund mehr, den persönlichen Werdegang des talentierten Verseschmieds in seiner Laudatio zu würdigen. Der gebürtige Mainzer verkörpere die charmante Lebensart der Narrenmetropole, so Fostel.

Bei der Marine hatte der Jubilar im Jahr 1979 seine erste ernsthafte Begegnung mit der Fastnacht.
Mit vier Schiffen ging der Zerstörer "Schleswig-Holstein" vor der liberianischen Hauptstadt Monrovia vor Anker. An Bord durfte Oestereich zum ersten Mal die Schelle des Präsidenten bei einer Fastnachtssitzung schwingen.

Auch in beruflicher Hinsicht war dem vitalen Geburtstagskind eigentlich ein anderer Weg beschieden.

Statt einer Karriere als Innenarchitekt übernahm er den Betrieb seines Vaters.
Eine schicksalhafte Entscheidung, denn der Bäcker- und Konditormeister hat sich schon lange einen guten Namen mit seinen Backwaren und leckeren Torten erworben.

Lecker auch seine Herzensdame Petra, die beim KCV sanft als Tänzerin über die närrische Rostra schwebte, und ihm vor dem Junggesellen-Dasein bewahrte.

Da blieb es nicht aus, auch dem Schwiegervater zu begegnen, der beim Kostheimer Traditionsverein als Sitzungspräsident die Narrenschwelle schwang.

Im Jahr 1989 konnte Oestereich seinem jokusial bestimmten Schicksal nicht mehr entweichen. Als Mitgestalter des Bühnenbildes erwarb er sich die ersten Anerkennungen. Beim 6 x 11-jährigen Jubiläum gab er als Nachwuchsprotokoller sein Debut und wurde danach in das Amt eines Vizepräsidenten eingeführt.

Maßgeblich war der junge Verseschmied auch bei Etablierung der beliebten Flößersitzungen beteiligt.

Und auf der närrischen Rostra reüssierte er fortan in der Rolle des "Bajazz mit der Laterne", der die lange Ära des Chef-Protokollers folgen sollte.

Der Laudator lobte das Credo des Jubilars, sowohl auf den Spuren des politisch-literarischen Genre zu wandeln als auch innovative Ideen, die dem Zeitgeist geschuldet sind, aufzugreifen.

Die gesunde Mischung aus Kokolores, Comedy und sprühenden Show-Darbietungen seien für den "auf dem Teppich" gebliebenen Fastnachter kein Widerspruch.

In seiner Dankesrede zeigte sich Oestereich sichtlich ergriffen, zumal der 60-Jährige im Dezember mit der Geburt seines Enkelkindes Emilia auch zum ersten Mal Großvater geworden war.

In den Kreis der erlauchten Gäste klinkten sich neben Stadtrat Rainer Schuster (SPD) auch der frühere Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller, Dacho-Präsident Simon Rottloff,  Vereinsringvorsitzende Annegret Kracht und SPD-Stadtverordneter Michael David ein sowie Metro-Chef Wolfgang Kerst ein.

KCV-Hofmarschall Klaus Berlau setzte die Liste der Redner mit einer besonderen Würdigung fort. Ein filigranes Wappen für den Jubilar, der in seiner Wohnung fortan sowohl die Drei Lilien von Wiesbaden als auch die Kostheimer Flößerzange betrachten kann.

Harry Borgner von den Bohnebeitel brachte dem Geburtstagskind ein feuriges Ständchen, Stimmungssänger Dieter Meisenzahl schlüpfte in die Uniform eines Kapitäns, um "standesgemäß" den Jubilar mit der legendären "Bimmelbahn von Gonsenheim nach Finthen" zu erfreuen, und Ciro Visone pries seine unverwüstlichen italienischen Teigwaren...

Und auch die "Spaßmacher" wußten mit rockigen Klängen Oestereich zu erfreuen. Als Vertreter der Stadt Mainz überbrachte Horst Maus einen Bildband aus dem Rathaus, Wiesbadens Bürgerbeauftragter Carl-Heinz Baum folgte als generöser Geschenkebringer.

Eine besondere Freude für Oestereich war die Darbietung der Scheierborzeler. Ein munteres Theaterstück, an dem bekannte Fastnachts-Koryphäen wie Heinz Meller, Werner Mundo, Heinz Tronser und Hildegard Bachmann für Lachsalven sorgten. Ihre Geburtstagsglückwünsche überbrachte auch Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel.

Eine hohe Auszeichnung war dem Jubilar zum Schluß beschieden. Der Generalfeldmarschall der Jocus-Garde, Josef Kübler, schlug den wackeren Mitstreiter zum „ Ritter des Goldenen Vlies“. Die höchste Würdigung von Narren, die an langjährige Karnevalisten verliehen wird. Eine Auszeichnung mit mythologischem Hintergrund.

Kübler wies darauf hin, daß in der griechischen Sage das "goldene Vlies" das Fell eines Widders verkörpere, auf welchem Phrixos und Helle vor ihrer Stiefmutter Ino über den Hellespont der Überlieferung nach geflüchtet seien. „Event-Manager“ Kai  Oesterreich  war für ein top Ambiente in allen Bereichen bravourös zuständig.

(Kerstin Fardi) - Fotos: Marita Klemt

 
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