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Ein Glücksfall für Kastel
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Ein Glücksfall für Kastel

Klaus Lehne ein waschechter Kasteler ist ein Unruhe-Rentner mit viel ehrenamtlichem Engagement für Heimatforschung und beim KCK Sprecher des Technik- und Bühnenteam seit 40 Jahren.

In den 60er Jahren übernahm der engagierte Bürger die ehrenamtliche Pflege des Areals des Tierparks in Kastel und installierte eine Sitzecke Ecke Petersweg und Otto- Suhr- Ring.

Ende der 80er Jahre war Klaus Lehne ein unverzichtbarer „Schaffer“ beim Aufbau des Museums der Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel (GHK).

Unter seiner Mitwirkung wurde der Umbau der Bastion Schönborn, die Restaurierung der rheinseitigen Reduit-Mauer und des Bildstocks am Petersweg  sowie der Pestmauer durchgeführt.

Nach seiner Berufung vor 20 Jahren übte er ohne Fehl und Tadel mit viel Akribie und Sorgfalt die Positionen im geschäftsführenden Vorstand als Schatzmeister und später als zweiter Vorsitzender aus.

Seit 13 Jahren bietet der „Vorzeige-Idealist“ fachkundige Führungen durch das Museum an. Aktuell ergänzte er sein Angebot in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule AKK durch historische Stadtführungen im alten Ortskern von Kastel, die große Resonanz in der Öffentlichkeit finden.

Großen Anklang finden auch seine Vorträge über die Kasteler Geschichte. Zusätzlich gehören dazu wissenswerte Publikationen in den Medien, über vergangene Epochen.

2016 schied der Ehrenämtler aus persönlichen Gründen aus seinen Ämtern bei der GHK aus, um sich noch intensiver als Historiker einzubringen. Im Mittelpunkt steht dabei Kastel mit seiner 2000-jährigen wechselvollen Geschichte, eine historische Zeitreise.

Kastel ist der einzige Ort, der noch aus dem römischen Prinzipat seinen Ursprungsnamen behalten hat. Durch mannigfaltige Recherchen aufzuarbeiten um das Geschichtsbewußtsein der interessierten Bürger rechts und links des Rheins zu stärken, ist sein Credo.

Diese Pflege des Kulturgutes ist für den Heimatforscher, der in diesem Jahr 70 wird, Verpflichtung: „Zeugen der Vergangenheit weisen den Weg in die Zukunft“.

Die historischen Kasteler Stadtführungen, die der Heimatforscher Klaus Lehne bereits im dritten Jahr anbietet, werden in 2017 durch eine Museumsuferführung ergänzt.

Es wird eine abwechslungseiche Führung, verspricht Lehne. Es werden zwar auch Jahreszahlen genannt, aber im Vordergrund stehen die einzelnen Stationen mit ihren eigenen Geschichten. Elf Stationen sind vorgesehen.

In 90  Minuten will der Heimatkundler dem Teilnehmer der Exkursion die Geschichte, die sich hier vor langer Zeit oder auch gar nicht allzu langer Zeit abspielte, vermitteln.

Er verrät jetzt schon, daß jede Führung ihren eigenen Schwerpunkt hat und somit immer wieder anders wird. Über ein halbes Jahr, so verrät der Heimatforscher, war für die exakten Recherchen notwendig.

Vieles weiß man schon, so Lehne, aber es soll ja keine oberflächliche Führung werden und so war es notwendig, sich alte Chroniken vorzunehmen und in diesen das Gesuchte herauszukopieren. Hierbei kamen neue, noch nicht bekannte Geschichten zum Vorschein.

Treffpunkt und Beginn der Museumsuferführung ist am Flößerdenkmal. Und hier kann er mit umfangreichem Wissen den Besucher begeistern. Gleich zu Anfang dann auch eine lustige Episode, die hier aber noch nicht verraten werden soll.

Die Bastion Schönborn mit ihrer wechselvollen Nutzung „Am Enoch“. Wie entstand der Name und wann wurden die Kastanien hier angepflanzt!? Die Reduit, Befestigungsbau des Deutschen Bundes. Die Schiffsbrücke und ein besonderes Datum: Dezember 1813 !

Die Taunuseisenbahn mit ihrem Bahnhof. Die römische Brücke, eine der ältesten Fluß- Überquerungen über den Rhein. Der Holzhandel und Prägung des Stadtbildes. Warum wuschen die Kasteler Frauen ihre Wäsche am Rhein?

Die Straßenbrücke! Angeboten werden die Führungen in Zusammenarbeit mit der VHS AKK. Zwei Termine stehen bereits fest: Freitag, 28.April um 17:00 Uhr und Freitag , 30.Juni um 17:00 Uhr. Hier sind Anmeldungen bei der VHS AKK Tel. 06134 729300 erforderlich.

Sollte Interesse an einer Gruppenführung bestehen, dann bei Klaus Lehne Tel. 06134 62776 einen Termin ausmachen.

(Herbert Fostel)

 
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