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AfD Wiesbaden reagiert auf Drohgraffitis mit Entschlossenheit
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AfD Wiesbaden reagiert auf Drohgraffitis mit Entschlossenheit

Drohgraffitis vor Wohnungen von Wiesbadener AfD-Mitgliedern zwei Tage nach Ankündigung einer großen Veranstaltung mit Guido Reil.

Partei reagiert mit Entschlossenheit und plant den Event jetzt deutlich größer. Zwei Tage nach der öffentlichen Bekanntmachung einer Großveranstaltung mit AfD-Politiker Guido Reil in Wiesbaden sind am Wochenende erstmals seit zehn Monaten wieder Drohgraffitis vor den Wohnungen prominenter AfD-Mitglieder in der Landeshauptstadt aufgetaucht.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der polizeiliche Staatsschutz wurde eingeschaltet. Aufgrund der Einschüchterungsversuche und der damit verbundenen Empörung in AfD-Kreisen ist das Interesse an dem Event über das Wochenende sprunghaft gestiegen.

Die Partei plant unter anderem deshalb, die Veranstaltung jetzt in einem wesentlich größeren Rahmen durchzuführen. Schatzmeister Robert Lambrou, der den Event organisiert, sieht noch einen weiteren Grund.

"Einige Menschen wollen anscheinend, daß die Veranstaltung nicht stattfindet. Diesen Gefallen tun wir ihnen aber nicht. Die Drohgraffitis motivieren uns erst recht. Wir ziehen die Veranstaltung jetzt im ganz großen Stil durch, sozusagen im XXL-Format.“

Guido Reil sollte eigentlich am 16. März 2017 im Tattersall vor 250 Zuschauern in der Wiesbadener Innenstadt auftreten. Die Veranstaltung wurde gestern auf Wunsch der AfD aber in das Bürgerhaus Erbenheim verlegt und findet voraussichtlich am 13. April 2017 um 19:00 Uhr mit 500 Teilnehmern statt.

Guido Reil freut sich schon sehr auf seinen Besuch in Wiesbaden. „Klasse, daß die Veranstaltung jetzt im Großformat stattfindet. Das wird ja immer besser.“

Kreissprecher Müller, vor dessen Haus in der Nacht zum Samstag eines der Drohgraffitis mit dem Text „Make racists afraid again“ aufgesprüht wurde, spricht eine Einladung aus: „Wir würden uns freuen, wenn nicht nur AfD-Anhänger den Weg nach Erbenheim finden, sondern auch AfD-Kritiker.“

Er führt weiter aus: „Wir sind an einem Dialog mit politisch Andersdenkenden sehr interessiert und werden am 13. April 2017 sicherstellen, dass alle Besucher gleichermaßen respektvoll behandelt werden. Das haben wir schon bei unserer Wahlkampfveranstaltungen in der Vergangenheit so gehandhabt."

Die letzten Drohgraffitis vor Haustüren von AfD-Mitgliedern ereigneten sich in Wiesbaden Anfang April 2016, als acht der elf Wiesbadener AfD-Stadtverordneten betroffen waren.

Die Einschüchterungsversuche wurden seinerzeit nicht zeitnah veröffentlicht. Erst nach einem großflächigen Graffiti und Farbbeutelangriff auf das Erbenheimer Restaurant „Im Ländchen“ am 22. Mai 2016, in dem sich die AfD damals regelmäßig zum Themenabend traf, machte die Partei sämtliche Attacken öffentlich.

Seitdem gab es keinerlei Vorfälle in Wiesbaden mehr, bis zum letzten Wochenende, zwei Tage nach der Bekanntmachung der Veranstaltung mit Guido Reil.

 
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