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Kaum zu glauben: Wildtiere dürfen in Wiesbaden weiterhin im Zirkus auftreten
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Kaum zu glauben: Wildtiere dürfen in Wiesbaden weiterhin im Zirkus auftreten

Zwei Anträge reichen offenbar nicht für ein Verbot

In gleich zwei Anträgen stand ein Wildtierverbot für Zirkusse in Wiesbaden auf der Tagesordnung der jüngsten Stadtverordnetenversammlung.

Die LKR&ULW hatte auf zahlreiche Bürger-Hinweise reagiert und beantragt, daß die Stadt Wiesbaden keine städtischen Flächen an Zirkusse mit Wildtieren zu vermieten.

Bestehende Verträge sollten hingegen eingehalten werden. Außerdem sollten die rechtlichen Möglichkeiten eines generellen Tierverbots in Zirkussen geprüft werden.

Damit hatte die Fraktion den weitestgehenden Antrag gestellt. Da die Fraktion Linke und Piraten ihren ursprünglichen Antrag um diese Punkte erweitert hatte, machte es keinen Sinn, über zwei ähnliche Anträge zu diskutieren.

„Wir werden hier keinen Streit anzetteln, wer der Schlaueste ist und die Idee zuerst gehabt hat“, sagte Thomas Preinl von LKR & ULW.

Die Rathausfraktion LKR & ULW nahm es sportlich, zog den eigenen Antrag zurück und unterstützte den „nun fast identischen“ Antrag von Linken & Piraten – in seiner schriftlichen Begründung.

„Der Vortrag von Herrn von Semen hat hingegen nicht dazu beigetragen, bei den anderen Fraktionen um Zustimmung zu werben“, sagte Fraktionskollege Veit Wilhelmy.

Die Stadtverordnetenversammlung stimmte schließlich dafür, den entsprechenden Antrag an den Ausschuß für Umwelt, Energie und Sauberkeit zurückzuverweisen, um ihn dort grundsätzlich zu diskutieren. Das versteht Wilhelmy nicht. „Jeder ist für den Tierschutz, doch dann kommt fast immer ein Aber.“

Die beiden Stadtverordneten sind enttäuscht vom fehlenden politischen Mut. In der Debatte seien allerlei merkwürdige Argumente gebracht worden.

„Einmal hieß es, für ein Verbot sei der Bund zuständig und die Stadt könne nichts machen. Dann hieß es, ein Verbot mache keinen Sinn, weil es andere Flächen gäbe. Dann hieß es, man soll es doch den Leuten überlassen, ob sie zu so einem Zirkus hingehen oder – man könne doch auch auf anderem Weg dagegen sein, man könne doch demonstrieren“, so Wilhelmy.

„Wir als Stadtverordnete haben eine politische Funktion zu erfüllen. Wir sind keine Juristen und auch keine Demonstranten. Wenn wir ein politisches Ideal haben – und alle waren hier inhaltlich gegen Wildtiere im Zirkus – dann sollte man auch konsequent dafür eintreten und mit einem Beschluß ein politisches Signal senden“, so Preinl.

Schließlich hätten bereits über 70 Städte in Deutschland Wildtiere bei Zirkusauftritten verboten.

Wir meinen: Wieder mal wie immer, großes Gequassel und dann kein A.... in der Hose was durchzudrücken...!   

 
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