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AfD Themenabend nach massiven Drohungen abgesagt - Demokratie läuft aus dem Ruder...
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AfD Themenabend nach massiven Drohungen abgesagt - Demokratie läuft aus dem Ruder...

Mitarbeiter des Restaurants „Ratskeller“ werden massiv bedroht

AfD Wiesbaden akzeptiert Absage des Restaurants anstandslos. Angestellte des Restaurants „Ratskeller“ erhalten nach eigenen Angaben seit Dienstag Abend „massive Drohungen per Telefon und E-Mail“, falls die AfD-Veranstaltung am Donnerstagabend wie geplant durchgeführt wird.

Daraufhin entschloß sich das Management des „Ratskeller“ zur Absage der Veranstaltung, welche die AfD Wiesbaden selbstverständlich sofort akzeptierte.

Kreissprecher Dr. Eckhard Müller: „Die Betroffenheit ist auch bei uns sehr groß. Ich kann die Gefühlslage der Angegriffenen sehr gut nachvollziehen. Ich fand ja als AfD-Stadtverordneter bereits zweimal in den vergangenen zwölf Monaten Drohgraffitis vor meiner Haustür vor.“

Die Stadtverordnetenversammlung hatte gerade erst am 30. März 2017 anläßlich der jüngsten Farbbeutelangriffe gegen ein Wiesbadener Restaurant, in dem die AfD einen Themenabend veranstaltete, einen Beschluss von 2012 bekräftigt. Darin sprach man sich gegen „Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung und auch jegliche andere Form illegaler Gewaltausübung“ aus.

Müller, der auch Fraktionsvorsitzender der AfD Rathausfraktion ist, kündigte an, das Thema in der kommenden Stadtverordnetenversammlung erneut zur Sprache zu bringen.

Kreisschatzmeister Robert Lambrou, der die Themenabende organisiert, weist darauf hin, daß die AfD Wiesbaden fest auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung steht.

„Der Partei ist es wichtig, daß die staatliche Ordnung durch das Grundgesetz und die darin verbriefte Meinungs- und Versammlungsfreiheit allen Mitgliedern der Gesellschaft ein höchstmögliches Maß an bürgerlicher Freiheit gewährt.“

Lambrou führt weiter aus: „Aus diesem Grund versuchen wir seit Ende 2015 unermüdlich, einen ernsthaften Dialog mit allen Kritikern der AfD zu führen. Dies gilt auch und gerade für die Antifa. Selbst nach Straftaten erfolgen noch Gesprächsangebote.
Das bleibt jedoch ohne jede Wirkung auf die Aktivisten. Es ist ihnen anscheinend völlig egal.“

Eckhard Müller erinnert: „Wir haben einen politischen Referenten, der Hetzkommentare auf Facebook verfaßt hat, sofort entlassen und gegen ein AfD Neumitglied, welches „Sportgruppen“ gründen wollte, umgehend ein Parteiausschlußverfahren eingeleitet.“

Müller fragt sich: „Was werfen uns diese Menschen eigentlich ganz konkret vor, daß wir nicht, wie jede andere demokratische Partei in der Landeshauptstadt, öffentliche Veranstaltungen durchführen dürfen?“

Robert Lambrou zieht folgendes Fazit: „Diese Menschen wollen nicht mit uns reden. Diese Erkenntnis ist meine größte Enttäuschung, seit ich politisch in der AfD aktiv bin. Ich spüre in verschiedenen Veranstaltungen, daß manche AfD Kritiker
noch erheblich weitergehen und der AfD das Existenzrecht vollständig absprechen.

AfD-Mitglieder und -Amtsträger werden infolgedessen offenbar als Feinde betrachtet, die mit allen verfügbaren Mitteln bekämpft werden dürfen."

Lambrou schließt mit den Worten: „Demokratie bedeutet, Mitmenschen auch gerade dann zu respektieren und zu akzeptieren, wenn sie andere politische Meinungen vertreten. Da läuft beim Demokratieverständnis bestimmter Mitbürger mittlerweile etwas massiv aus dem Ruder.“

 
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