Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Polizeibericht vom 10.05.2017
E-Mail PDF

Polizeibericht vom 10.05.2017

Falsche Gewinnversprechen

Mainz, Dienstag, 09.05.2017, 10:30 Uhr - Eine 75-Jährige wurde am Dienstag von einem angeblichen Mitarbeiter der Rentenversicherung angerufen. Dieser teilte ihr mit, daß sie vor einiger Zeit bei einem Gewinnspiel "Win" mitgemacht haben soll.

Da sie die fälligen Raten hierfür nicht gezahlt hätte, würden jetzt regelmäßig 265 Euro ihrer Rente dafür einbehalten werden. Um das zu umgehen, müßte sie eine vierstellige Summe überweisen.

Die 75-jährige Frau fuhr daraufhin zur Bank und wollte eine Anzahlung veranlaßen. Eine Bankangestellte wurde aufgrund der angestrebten Auslandsüberweisung stutzig, erklärte der Frau, daß sie einen Betrug vermute und verständigte die Polizei.

Betrüger geben sich als angebliche Microsoft-Mitarbeiter aus,

Wiesbaden, Limburg-Weilburg, (pl) Unangekündigt klingelt das Telefon und ein angeblicher Mitarbeiter des technischen Supportcenters von Microsoft berichtet von einem angeblichen Problem mit dem Computer des Angerufenen oder einer neu benötigten Lizenz. Tatsächlich wollen die Anrufer nicht helfen, sondern an das Geld der Bürgerinnen und Bürger kommen oder sich Zugriff auf deren Rechner, speziell zum Online-Banking, verschaffen. Zusätzlich zu den Telefonanrufen nutzen die falschen Microsoft-Mitarbeiter auch sogenannte Pop-up-Fenster, welche auf dem Computerbildschirm erscheinen. Es handelt sich hierbei um eine angebliche Warnmeldung von Microsoft, die den Nutzer auffordert, telefonischen Kontakt aufzunehmen. In den vergangenen Tagen wurden eine Wiesbadenerin und ein im Kreis Limburg-Weilburg wohnender Mann telefonisch von den Betrügern kontaktiert und ließen den Zugriff auf ihren Rechner zu. Als der Mann dann bemerkte, dass die Täter auf einem seiner Online-Banking-Portale zu Gange waren, beendete er sofort alles und konnte so offensichtlich noch rechtzeitig einen finanziellen Schaden abwenden. Die Wiesbadenerin gab den Betrügern ihre Kreditkartendaten preis, so dass es nicht ausgeschlossen werden kann, dass es noch zu einem Vermögensschaden kommt. Allein in diesem Jahr wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Westhessen rund zwei Dutzend solcher Fälle gemeldet. Auch wenn einige der Angerufenen glücklicherweise nicht auf die angeblichen Microsoft-Mitarbeiter reinfielen und die Telefonate rechtzeitig beendeten, erbeuteten die Betrüger in den anderen Fällen mit dieser Masche bereits rund 18.000 Euro. Die Polizei warnt dringend davor, auf derartige Anrufe einzugehen. Kein Mitarbeiter einer seriösen Softwarefirma wird Sie unaufgefordert zu Hause anrufen und die Behebung von Problemen anbieten, die Sie vor dem Anruf noch gar nicht hatten. Lassen Sie sich von Unbekannten nicht um den Finger wickeln und gehen Sie keinesfalls auf fragliche Angebote zur Installation einer Software oder Fernwartung ein. Beenden Sie das Gespräch rechtzeitig. Geben Sie keine Kontodaten, Kreditkartendaten oder gar ein Passwort preis und überweisen Sie kein Geld.

 
Regionale Werbung
Banner