Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Keine Zusammenlegung der Büchereien – Fördervereine haben bereits 1500 Unterschriften
E-Mail PDF

Keine Zusammenlegung der Büchereien – Fördervereine haben bereits 1500 Unterschriften

Mit großem Erfolg läuft die Unterschriftensammlung der Fördervereine der Büchereien in Kastel und Kostheim:

„Innerhalb eines Monats haben wir bereits 1.500 Unterschriften gesammelt“, freut sich Alexandra Breidecker, Vorsitzende des Kostheimer Fördervereins.

Die Fördervereine setzen sich mit ihrer Unterschriftensammlung für den Erhalt beider Büchereien in den jeweiligen Ortskernen ein.

Eine Zusammenlegung der Einrichtungen in einem gemeinsamen Bürgerhaus, wie sie derzeit in der Diskussion ist, lehnen die Vereine ab.

Dafür Unterstützung zu finden sei leicht, sagt Alexandra Breidecker: „In Kostheim ist die Verbundenheit mit unserer Bücherei wirklich sehr groß, fast alle unterschreiben sofort. Da gibt es überhaupt keine Diskussionen.“

Nicht nur die Eltern jüngerer Kinder wollten die Bücherei zentral im alten Ortskern behalten, auch ältere Menschen schätzten die Bücherei als Treffpunkt.

Ähnliche Erfahrungen machen auch die Kasteler: „Viele Bürger können sich eine Bücherei gut in der Mainzer Straße vorstellen,“ sagt Dr. Hedda Titze, langjährige engagierte Vorlesepatin in Kastel.

Enttäuscht zeigen sich die Fördervereine, daß der Oberbürgermeister sich nicht aktiv für den Erhalt der Bibliotheken in beiden Stadtteilen einsetzen möchte.

Die Vereine hatten sich an Sven Gerich gewandt und noch einmal ihre Argumente vorgetragen, die dafür sprechen. „Er hat uns in seiner Antwort die Vorzüge eines gemeinsamen Standortes erklärt und ansonsten nur betont, daß noch nichts entschieden sei.

Auf unsere Argumente ist er leider nicht eingegangen. Da haben wir auf mehr Verständnis und Unterstützung gehofft.“

Breidecker wies noch einmal auf die Bedeutung des bürgernahen Standortes hin: „Wir versuchen hier, Kinder für die Welt der Bücher zu interessieren. Wir machen Bildungsangebote, wir betreiben seit Jahren eine intensive Leseförderung.

Wir halten das für wichtig, und wir wünschen uns von unserem Oberbürgermeister, daß er diese Arbeit unterstützt und dafür sorgt, daß sie hier mitten im Ort weitergeführt werden kann.“

Im benachbarten Ortsteil sieht man das genauso: „Unsere Bibliothek ist ebenfalls ein von Jung und Alt gern genutzter, bequem zu erreichender Ort der Kultur und des sozialen Miteinanders. Statt sie an den Ortsrand zu verlegen, sollten diese Einrichtungen vielmehr in die dringend notwendige Arealentwicklung in den Ortskernen einbezogen werden“, wünscht sich Katrin Reichert, Vorsitzende des Kasteler Fördervereins.

„Vieles spricht dafür, daß beide Ortsteile in den nächsten Jahren deutlich wachsen werden. Durch eine Zusammenlegung beider Büchereien würden noch mehr Menschen benachteiligt.“ Auch Katrin Reichert betonte, im Rahmen der Unterschriftensammlung bei den Kasteler Mitbürgern auf große Sympathie für diese Aktion und das damit verbundene Anliegen gestoßen zu sein.

Noch bis zu den Sommerferien wollen die Fördervereine weitere Unterschriften sammeln. Die Listen sollen dann Oberbürgermeister Sven Gerich übergeben werden.

Wer die Büchereien beim Sammeln unterstützen will oder schon gesammelt hat, kann sich an Alexandra Breidecker (Ko) Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Telefon 01525-3502456 oder Katrin Reichert (Ka) Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Tel. 0170-7328433 wenden.

Wir meinen: Es kann  nicht sein, was nicht sein darf... oder: Es darf nicht sein, was nicht sein kann...

 
Regionale Werbung
Banner