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Wiesbadener Bündnis für Demokratie lehnt Aufnahme der AfD ab (1)
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Wiesbadener Bündnis für Demokratie lehnt Aufnahme der AfD ab (1)


Das Wiesbadener Bündnis für Demokratie spricht sich nach einer internen Abstimmung entschieden gegen die Aufnahme der AfD aus. Der AfD-Kreisverband Wiesbaden hatte vergangenen Freitag einseitig verkündet, dem Bündnis beizutreten.

Das Vorgehen des AfD-Kreisverbandes hatte bei einigen Mitgliedsorganisationen des Bündnisses großen Unmut hervorgerufen. „Vor dem Hintergrund des erst kürzlich veröffentlichten Positionspapiers gegen Rechtspopulismus und demokratiefeindliche Haltungen, in der wir explizit die AfD benannt haben, muß das Vorgehen nicht nur als kalkulierte Medien-Hascherei, sondern auch als Provokation bewertet werden“, so Elke Wansner (AWO Wiesbaden).

Im besagten Positionspapier hatte das Bündnis auf „offen oder verdeckte völkisch-rassistische, antisemitische, antifeministische, minderheitenfeindliche und andere demokratiefeindliche Gedanken und Ideologien“ innerhalb der AfD verwiesen und der Partei „Widerspruch und Widerstand“ angekündigt.

Die Wiesbadener AfD wurde dabei als „Teil des ideologischen und parteilichen Ganzen“ bewertet. „Zwar stellt sich die Wiesbadener AfD immer wieder als bürgerlich-konservativ dar, faktisch trägt sie jedoch auch den extrem rechten und völkischen Flügel mit“, so Sascha Schmidt (Vorsitzender des DGB Wiesbaden).

Dies habe die Wiesbadener AfD in einer Stellungnahme, vom 03.07.2017, erneut deutlich gemacht. Auf der facebook-Seite des Kreisverbandes hatte die Partei jegliche Distanzierung vom extrem rechten Flügel um André Poggenburg und Björn Höcke abgelehnt und stattdessen mit den Worten „[a]lle drei Strömungen gehören aus Sicht der AfD Wiesbaden fest zur Partei“ diesem Flügel die Anerkennung ausgesprochen.  

Stellvertretend für das Bündnis stellt der Dekan der Evangelischen Kirche, Dr. Martin Mencke, klar: „Ein Beitritt der AfD ist mit Verweis auf unser Leitbild und unser darauf aufbauendes Positionspapier für uns politisch nicht vertretbar".

Daß sich die AfD auf die zu erwartende Absage in der von ihr bevorzugten Opferrolle wiederfinden werde, um letztlich dem Bündnis Schaden zuzufügen, sei schon jetzt absehbar und im Vorfeld vermutlich bewußt intendiert, so Thomas Weinert (Bezirksreferent im katholischen Stadtbüro).

Anmerkung der Redaktion: ...dazu braucht man keine "seherischen Fähigkeiten" siehe HIER

 
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