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Wiesbadener Solarkataster - Verwirrende Daten
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Wiesbadener Solarkataster - Verwirrende Daten

Die Landeshauptstadt Wiesbaden wirbt auf ihrer Webseite für die Nutzung des Solarkataster Strom und Wärme vom Dach mit dem Satz:

„Mit dem Solarkataster der Landeshauptstadt Wiesbaden wissen Hausbesitzer mit wenigen Klicks, ob die Dachfläche ihres Hauses für eine Solarstromanlage (Photovoltaik) oder einen Sonnenkollektor für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung geeignet ist.“

So einfach ist es offenbar in der Realität dann wohl doch nicht!

Schaut man sich beispielsweise die Karte zur Photovoltaikeignung der Dachflächen der in den 70er-Jahren gebauten Reihenhäuser in Nordenstadt an, dann reibt man sich verwundert die Augen.

Unmittelbar nebeneinander liegende Reihenhäuser gleicher Bauart mit gleicher Ausrichtung und Dachneigung, diese sind von „sehr gut geeignet“ bis zu „nicht berechenbar“ klassifiziert. Die gleichen Reihenhäuser mit gleicher Ausrichtung nach Süd/Süd-West werden auf der Karte zur Eignung für Solarthermie fast alle als geeignet eingestuft.

„Wenn in einer Reihenhaussiedlung mit knapp 150 gleichartigen Gebäude, verschiedene, nicht nachvollziehbare Ergebnisse erzielt werden ist das mehr als verwirrend und trägt nicht zur Akzeptanz und damit zur ernsthaften Prüfung dieser Investition bei“ sagte Christian Bachmann, Fraktionsvorsitzender der Fraktion FREIE WÄHLER/Bürgerliste Wiesbaden.

Private, geförderte Photovoltaikanlagen und Solarthermie bilden einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz. Jedoch benötigen Hausbesitzer verlässliche Daten, um die Eignung ihrer Häuser beurteilen zu können.

„Wenn man so etwas mit einem solchen Marketingaufwand befeuert, dann muss das sitzen“, so Bachmann abschließend.

 
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