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Verarscht? (I.) - Weg mit den Diesel-Fahrzeugen...
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Verarscht? (I.) - Weg mit den Diesel-Fahrzeugen...

Als die neue Sau "Weg mit dem Diesel" durchs Bundesdorf getrieben wurde reagierten viele Dieselfahrer sauer. Sie kommen sich schlichtweg "verarscht" vor. (Sorry, aber genau so hört man es oft!)

Damals wurde der Diesel geradezu "heilig" gesprochen und man zahlte sogar Prämien dafür, daß jemand bereit war "umzustgeien". Heutzutage gilt der Diesel als die größte Drecksau unter den Autos...

Aber was kümmert uns unser dummes Geschwätz von damals! Jetzt ist der Diesel eben da und nun muß er auch wieder weg...!

Da ist es geradezu wohltuend, daß ein Bürgermeister Mut hat und, wenn auch sehr moderat, mit der Wahrheit herausrückt:

Bürgermeister Dr. Franz: „Keine Schnellschüße zu Lasten von Handwerk und Bevölkerung!“

„In der aktuellen Diskussion um Autos mit Dieselantrieb warne ich vor blindem Aktionismus und Schnellschüßen zu Lasten der Bevölkerung“, erklärt Bürgermeister Dr. Oliver Franz.

Die Politik habe in den letzten Jahrzehnten unter anderem durch Steuervergünstigungen Anreize für den Kauf von Dieselfahrzeugen geschaffen, die von Unternehmen und Privatpersonen rege genutzt wurden.

„Wenn man nun eine Kehrtwende ‚weg vom Diesel‘ vollzieht, dann darf dies nur schrittweise geschehen. Ein erster Schritt wäre in meinen Augen die allmähliche Angleichung der Besteuerung für Dieselkraftstoff auf das Niveau von Benzin“, so der Bürgermeister weiter.

Seit Mitte der 1990er Jahre zahle man für Diesel in Deutschland 18 Cent weniger Steuern pro Liter.

Seitdem habe sich die Zahl der in Wiesbaden zugelassenen Diesel-PKW laut Zulassungsstatistik von rund 13.000 Fahrzeugen im Jahr 1996 auf über 47.000 im Jahr 2016 erhöht.

Der Anteil der Diesel-PKW an allen zugelassenen Fahrzeugen stieg in dieser Zeit somit von rund 10 Prozent auf aktuell über 34 Prozent.

„Diese Zahlen zeigen, daß wir Dieselfahrzeuge nicht über Nacht verbieten oder mit Fahrverboten belegen können. Viele kleine- und mittlere Unternehmen sowie ein Großteil der Bevölkerung wäre finanziell nicht in der Lage, ihre dann nutz- und wertlosen Fahrzeuge einfach abzuschreiben und sich ein neues Fahrzeug zu kaufen“, so Dr. Oliver Franz weiter...

Lesen Sie dazu auch den Bericht der FWBL HIER

 
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