Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Bei neuer Ampel sehen Erbenheimer rot
E-Mail PDF

Bei neuer Ampel sehen Erbenheimer rot

LKR&ULW - Fraktion verurteilt Planungen zu neuer Ampel bei Obermayr-Europa-Schule und sichert Bürgerinitiative KVE Unterstützung zu

„Die Menschen vor Ort wissen am besten, was gut für Sie ist – warum wird aber in Wiesbaden ständig an ihren Bedürfnissen vorbeiregiert?!“, äußern sich Thomas Preinl und Veit Wilhelmy von der LKR ULW – Fraktion verärgert zu den jüngsten Plänen, am Ortsausgang Erbenheim eine Ampelanlage zu erstellen.

80 000 € soll das umstrittene Verkehrsprojekt kosten, das von den Erbenheimern tendenziell abgelehnt wird.

Symptomatisch wie bei vielen Projekten der Wiesbadener Stadtpolitik, die bei der Bevölkerung auf Gegenwind stoßen, hat sich auch in diesem Fall wieder ein Bündnis engagierter Bürger zusammengefunden, das gegen das geplante Vorhaben protestiert.
Die Bürgerinitative „Kein Verkehrskollaps in Erbenheim“ (KVE) kämpft schon seit mehreren Jahren für Verkehrsentlastung in ihrer Heimat und eine damit verbundene Umgehungsstraße.

Auch bei der nun eventuell kommenden Ampel schaltet sich die KVE ein. In einem neuerlichen Schreiben an den Magistrat sowie die Stadtverordnetenversammlung spricht sich die Initiative gegen die Einrichtung aus, da eine weitere Zuspitzung der ohnehin angespannten Verkehrslage befürchtet wird. „Der Rückstau in der Ortsdurchfahrt, der heute schon durch die Autos der Schüler und der abholenden Eltern dem Ziel und Quellverkehr entsteht, wird immens sein.“, so Marita Kraschewska, Sprecherin des Zusammenschlusses, in der besagten Stellungnahme.

Die couragierte Bürgerinitiative wird bei ihrer Mission, Erbenheim von dem drohenden Verkehrschaos zu bewahren, aber von großen Teilen der Wiesbadener Stadtpolitik bisher im Regen stehen gelassen. Die Ampel und damit noch zäher fließender Verkehr scheinen wahrscheinlich; eine Umgehungsstraße dagegen unwahrscheinlich.

Die LKR&ULW-Fraktion befürwortet den  Vorschlag, anstatt der Installation der Ampel einen Zebrastreifen zu schaffen. Außerdem würden Kosten gespart. Ein Zebrastreifen kostet durchschnittlich 31 000 € (anstatt 80 000 € für die Ampel) und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern der Obermayr-Europa-Schule, sicher über die Straße zu kommen.

 
Regionale Werbung
Banner