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Dem Umweltamt Wiesbaden kann niemand das Wasser reichen
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Dem Umweltamt Wiesbaden kann niemand das Wasser reichen

Trotz vermehrter Zeitungsberichte über Legionellenbefunde in Wiesbaden verschließt sich das Umweltamt neuen Ideen und einer Kurskorrektur.

Des Öfteren berichteten die städtischen Tageszeitungen innerhalb der letzten Wochen über die Gefahr, daß sich aktuell wieder Legionellen im Wiesbadener Trinkwasser befinden.

Diese Bakterienart kann bei Menschen unter anderem eine lebensgefährliche Lungenentzündung hervorrufen. Klingt eigentlich nach Handlungsbedarf für das Umweltamt, die Bahn freizumachen für neue Ideen und einer Kurskorrektur – hin zu reinerem Wasser für die Landeshauptstadt.

Von wem könnten eigentlich in dieser Sache bessere Vorschläge und Ideen stammen als von den Menschen, die den Gefahren eines bakteriell infizierten Wassers vor Ort ausgesetzt sind?  Für konstruktive Initiativen dieser Menschen müßte eine Behörde wie das Umweltamt doch empfänglich sein – gerade als Teil einer Stadtverwaltung, die sich bei jeder Gelegenheit für ihre angebliche Bürgernähe und Offenheit brüstet! Die Realitäten sehen anders aus:

 Sinnbildlich dafür steht der Fall von Hr. Schuster, der sich als Umweltunternehmer beruflich mit der Filtration von Trinkwasser und Duschwasser beschäftigt. Dieser hatte sich mit einem Kooperationsangebot an das städtische Umweltamt (Abteilung Umweltberatung) gewendet:

Einen effektiv reinigenden Trinkwasser- sowie Duschfilter in das Angebot des Umweltladens Wiesbaden reinzunehmen, war der Plan des engagierten Bürgers, der den Schutz der Stadtbevölkerung in den Vordergrund stellt.

Das Umweltamt jedoch wies den Vorschlag zurück mit der Behauptung, das Trinkwasser in Wiesbaden erfülle formell alle gesetzlichen Vorgaben. Somit: Keine Kooperation für Herrn Schuster mit dem Umweltladen; keine Verbesserung für das Trinkwasser der Landeshauptstadt. Was Bürgerferne angeht, kann dem Umweltamt jedenfalls aktuell niemand das Wasser reichen.

Aus dem Wiesbadener Rathaus stärkt die LKR ULW – Fraktion nun dem Trinkwasserexperten Schuster den Rücken. Der Stadtverordnete Veit Wilhelmy (ULW) zu dem Vorfall: „Ich finde es unmöglich, wie mit den konstruktiven Anregungen der Menschen, die die Situation vor Ort kennen, umgegangen wird. Anstatt Herrn Schuster prompt die kalte Schulter zu zeigen, sollte das Umweltamt seinen Vorschlag besser erst mal prüfen!“

Thomas Preinl (ULW) fügt hinzu: „Wenn es um die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger geht, darf nicht gespart; nicht heruntergespielt und schon gar nicht gewartet werden.

Das Umweltamt sollte deshalb jetzt handeln, Projekte zur Trinkwasserreinigung – wie das von Herrn Schuster – auf den Weg bringen und nicht mehr die Augen vor der Gefahr verschließen.“

(Lesen Sie dazu auch den Bericht des Umweltamtes HIER)

 
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