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Das XXL-Kulturkonsortium - Jetzt auch Murnau-Stiftung im Beirat
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Das XXL-Kulturkonsortium - Jetzt auch Murnau-Stiftung im Beirat

LKR&ULW - Fraktion kritisiert geplante Aufblähung des Kulturbeirates auf 25 Mitglieder

Wie ging sie noch, die alte aber nie veraltete Plattitüde? Zu viele Köche verderben den Brei. Beim kritischen Blick auf die politischen Aktivitäten des Wiesbadener Rathauses wünscht man sich hin und wieder, der Spruch würde mehr Anwendung finden.

Immer und immer wieder setzen sich Magistrat und Oberbürgermeister Dinge in den Kopf, die schlichtweg über das Ziel hinaus schießen.

Neustes Fallbeispiel: Der bereits überdimensionierte Kulturbeirat, der schon jetzt 21 Personen zählt, soll noch mal auf 25 Beiratsmitglieder aufgestockt werden. Im Grunde ist es dann eigentlich nicht mehr angemessen, von einem Beirat zu sprechen; Begriffe wie XXL-Kulturkonsortium oder Kulturvolksversammlung wären zutreffender.

Neben den Vertretern der Stadtverordnetenfraktionen, dem Staatstheater, der VHS, dem Landesmuseum und zwölf Kulturschaffenden aus allen mannigfaltigen Bereichen des Wiesbadener Kunstlebens, gehört nun außerdem noch die bundesweit aktive Murnau Stiftung dem Gremium an.

Ein 25-köpfiger Kulturbeirat verspricht vor allem eines: Endlose Sitzungen und Diskussionen epischen Ausmaßes bei kaum vorhandenem Arbeitsfortschritt – auf Kosten des Steuerzahlers.  Im betont unbetriebswirtschaftlich denkenden Wiesbadener Rathaus mag es niemanden interessieren, jedoch sei hier trotzdem gesagt:

Es gibt tatsächlich einen Grund, weshalb die obersten Führungsgremien großer Unternehmen meist aus weniger als zwölf Personen oder noch weniger Entscheidern bestehen.

Das nun auch um die Bereiche Soziokultur und Literatur erweiterte Fachgremium sollte es  zu mehr Diversität und Fachkompetenz bringen – wohl eher scheinen nun mehr Komplexität und Intransparenz aus dem bewegungsunfähigen XXL-Gremium zu erwachsen.

Schwieriger zu vereinbarende Treffen, ellenlange Sitzungen, mehr Kostenverschleiß öffentlicher Gelder und ein zäheres Prozedere bei jedweder Veränderung des kulturpolitischen Status Quo.

Es ist wie so oft in der Wiesbadener Stadtpolitik. Veränderung ja! Aber bitte nicht so.

 
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