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Citybahn über die Kaiserbrücke? - Warum nicht...?
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Citybahn über die Kaiserbrücke? - Warum nicht...?

Die LKR & ULW Stadtverordnetenfraktion wünscht sich, daß die Citybahn umfassend geprüft wird und eventuell sinnvolle Ergänzungen nicht von vorne herein ausgeschloßen werden.

„Grundsätzlich ist es sehr zu begrüßen, daß sich die Stadt und die lokale Nahverkehrsorganisation relativ ausführlich mit zukunftsfähigen ÖPNV-Modellen beschäftigen,“ so der Stadtverordnete Veit Wilhelmy „bedauerlicherweise wird jedoch die bereits vorhandene Infrastruktur leider vollkommen vergeßen!“

Mit den Gleiskörpern der ehemaligen Aartalbahn steht der Landeshauptstadt Wiesbaden eine mit relativ wenig Aufwand herzurichtende Ergänzungstrasse zur Verfügung, die vor Allem in den einwohnerstarken südwestlichen Stadtteilen Biebrich, Schiersten und Dotzheim eine deutlich schnellere Verkehrsentlastung bringen könnte.

Die Stadtverordnetenfraktion LKR & ULW erwartet, daß in dem angeblich ergebnisoffenen Prozeß die Streckenplanung vom Chausseehaus oder besser bereits ab der Eisernen Hand über den alten Dotzheimer Bahnhof abwechselnd zu den Hauptbahnhöfen nach Wiesbaden (über Henkell) oder Mainz (über die Kaiserbrücke) berücksichtigt werden.

Auch die Bahnhöfe in Biebrich und Schierstein könnten deutlich öfter als bisher von der VIAS (60-Minuten-Taktung) angefahren werden und so ohne teure und aufwendige Neubauten eine fast sofortige Entlastung des Straßenverkehres erreicht werden.

Sollte sich der Rheingau-Taunus-Kreis dann doch entscheiden die Streckenteile auf dem Kreisgebiet zu sanieren und zu reaktivieren, kann ohne teure neue Gleise mit anderer Spurbreite relativ schnell auch Taunusstein, Bad Schwalbach, Hohenstein und Aarbergen an die Bahnhöfe der beiden Landeshauptstädte angeschlossen werden.

Auch wenn wir die geschätzten Fahrgastzahlen beim derzeit geplanten Citybahnprojekt für sehr optimistisch halten, wenden wir uns ausdrücklich nicht gegen dieses Projekt. Die Stadtverordneten Preinl und Wilhelmy möchten den Prozeß nur sinnvoll und kostengünstig so ergänzen, daß bereits einige Jahre früher und mit einem geringen Kostenaufwand eine deutliche Entlastung des Individualverkehrs in Wiesbaden erreicht werden kann.

Was spricht hier gegen eine sorgfältige Prüfung dieser ergänzenden Maßnahme, daß sich der Magistrat so dagegen sperrt?

Wir meinen: Diese Frage stellt sich...!

 
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