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Klaus Modick liest aus „Keyserlings Geheimnis“
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Klaus Modick liest aus „Keyserlings Geheimnis“

Geistreich, einfühlsam, voller Witz und Verve spürt Klaus Modick in „Keyserlings Geheimnis“ den emotionalen und gesellschaftlichen Widersprüchen der Jahrhundertwende nach.

Am Dienstag, 10. April, um 19.30 Uhr stellt er seinen neuen Künstlerroman im Gespräch mit Sandra Kegel von der FAZ im Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Straße 1, vor.

Wie wurde der Außenseiter Eduard Keyserling zu jenem brillanten Schriftsteller, der den Zerfall der eigenen Klasse mit Melancholie und scharfsinniger Ironie beschrieb? Klaus Modick begibt sich in seinem neuen Künstlerroman nach dem großen Erfolg von „Konzert ohne Dichter“ auf die Spur des geheimnisumwitterten Schriftstellers.

Im Jahr 1901 lädt der Dramatiker Max Halbe einige seiner Schwabinger Freunde an den Starnberger See ein. Keyserling, arriviert beim Publikum und unter den Kollegen beliebt, sitzt dort in jenen Tagen dem Maler Lovis Corinth Modell. Das legendäre Porträt wird den von der Syphilis gezeichneten Autor in geradezu faszinierender Häßlichkeit zeigen.

Während ihrer Sitzungen erkundigt sich Corinth wiederholt nach der Vergangenheit des baltischen Grafen, nach seiner Jugend und Studentenzeit, um die sich Gerüchte ranken, bekommt jedoch nur ausweichende Antworten. Bei einem Konzertbesuch lauscht Keyserling gemeinsam mit Frank Wedekind einer Sängerin, die ihm trotz des unbekannten Namens merkwürdig vertraut erscheint.

Handelt es sich womöglich um jene Frau, die ihn vor mehr als 20 Jahren in den Skandal verwickelte, der ihn zur Flucht nach Wien zwang und in Adelskreisen zur persona non grata werden ließ?

Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik und arbeitete unter anderem als Lehrbeauftragter und Werbetexter. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach diversen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg.

Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Nicolas-Born-Preis, dem Bettina von-Arnim-Preis und dem Rheingau Literatur Preis.

Die Eintrittskarten kosten zehn, ermäßigt sechs Euro zuzüglich der Vorverkaufsgebühren. An der Abendkasse sind 13, ermäßigt neun Euro zu zahlen.

Karten im Vorverkauf gibt es bei:  Tourist-Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Telefon (0611) 1729930; TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, Telefon (0611) 304808; Online unter www.wiesbaden.de/literaturhaus; dort sind auch weitere Informationen zu finden.

 
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