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SPD-Landtagsfraktion zum Dialog vor Ort
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SPD-Landtagsfraktion zum Dialog vor Ort

Zum deklarierten Dialog – „bezahlbares Wohnen – Wie verändert Stadtentwicklung Stadtteile?“ wurde eine informative SPD-Veranstaltung am 11. Juni im Brauhaus Castel vorgenommen. Zu den aufmerksamen  Zuhörern zählten auch die Stadtverordnetenvorsteherin und Kasteler Ortsvorsteherin Christa Gabriel und der Amöneburger Ortsvorsteher Rainer Meier.
Der wißenswerten Diskussion stellten sich u.a. Landtagesabgeordnete Ernst-Ewald Roth und Landtagskandidatin Dr., Patricia Eck. Bezahlbares Wohnen – Infrastrukturmaßnahmen – Soziale Ausgewogenheit – gilt beim Wahlkampf in Hessen als Topthema Nr. 1! bei den Sozialdemokraten.

Dazu nahm zunächst die Moderatorin Dr. Patricia Eck Stellung „Bei einem Wahlerfolg soll ein neues Ministerium für Wohnungsbau und Landesentwicklung installiert werden. Dort sollen „gebündelt“ Fragen zur Flächengewinnung und Bauordnung geklärt werden.

Bei dem Bevölkerungswachstum in den Stadtteilen Amöneburg, Kastel und Kostheim muß bei der Stadtentwicklung neben dem sozialen auch die Infrastruktur mit Bildung, Kitas und Mobilität miteinbezogen werden, war der Tenor. Auch der freiwillige Verzicht auf Mieterhöhung durch kommunale Gesellschaften wie die Frankfurter ABG und die Nassauische Heimstätte es praktizieren.

Dies könnte auch für die städtische Wohngesellschaft (GWW) wegweisend sein. Für beide genannten Gesellschaften gilt ein Limit für Mieterhöhungen von 1% im Jahr, teilte Roland Stöcklin von der  Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) mit. Ob die kommunalen Gesellschaften ihre Gewinne an die Stadt ausschütten statt für den sozialen Wohnungsbau einzubringen, gehörte zu den Denkanstößen.

Die kommunalen Wohnungsgesellschaften halten große Anteile am Mietwohnungsmarkt in den Städten. Dieses Instrument, wie einer Mietpreisbegrenzung, wäre realisierbar. Beim Thema Bezahlbares Wohnen – Die soziale Frage des nächsten „Jahrzehnts“ wurde durch die Besucher Kritik laut, dass 10 % von Renovierungskosten gleich im 1. Jahr auf die Mieten umgelegt werden können.

Zum weiteren brisanten Themenkreis gehörte „Wie Stadtentwicklung die Stadtteile verändert“. Dazu zählten die Projekte wie Ostfeld, Linde in Kostheim, die Wiesbadener Straße mit Kastel-Housing und dem Clemens-Gelände in Kastel. Zum Flächenverbrauch am Ostfeld wies Roland Stöcklin auf die rechtliche Einstufung des Gebiets als Städtebauliches Entwicklungsgebiet hin.

Dieses Prozedere sei in der Region die richtige Antwort um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. AKK-Stadtrat Rainer Schuster brachte es unmißverständlich auf den Punkt, bezüglich ständig wachsenden Autoverkehr – durch mehr Einwohner – in AKK. Die Verbindung mit dem Mainzer Straßennetz müße sinnvoll gestärkt werden. „Der Kasteler Brückenkopf“ (Hochkreisel) – über den Rhein nach Mainz – wird bei dem hohen Verkehrsaufkommen aus allen Richtungen massiv belastet.

Eine geplante City-Bahn würde auch die Zahl der Kraftfahrzeuge nicht reduzieren. Für Kastel und Kostheim gelte die Besonderheit, daß sich die Mehrzahl der Bürger nach Mainz und nicht nach Wiesbaden orientiere. Die Straßenanbindungen hielten jedoch nicht Schritt, auch in Kostheim nicht.

Es müßten auch ad Acta gelegte Pläne für den Bau einer neuen Mainbrücke erneut aufgegriffen werden, so der Appell von AKK-Stadtrat Rainer Schuster.

In der Diskussions-Runde wurde auch die besorgte Frage gestellt „Was passiert, wenn die Wohnungsnot auf lange Sicht nicht beseitigt wird?“ Sozialplaner Heiner Brüller wies dazu auf die Entwicklungen in London und anderen Metropolen hin, nach denen die Hälfte des Einkommens für die Miete draufgehe. Dieses Szenario müße man mit allen legalen Mitteln verhindern.

(Herbert Fostel) - Foto: Privat

 
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Ist es ein Nachteil, wenn ein Klebstoffhersteller als 'Gesellschaft mit beschränkter Haftung' firmiert? - und was mich noch mehr interessieren würde: Wenn das Universum und alles darin sich stetig ausdehnt, müsste vor unserem Haus doch irgendwann mal ein Parkplatz für mich enstehen, oder?

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