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Fort Biehler Ostfeld: BI reagiert besorgt auf Szenarien der Planer
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Fort Biehler Ostfeld: BI reagiert besorgt auf Szenarien der Planer

„Unserem Klima sind Szenarien schnuppe“

„Alte Taktik“, so Jens Kettelhöhn, einer der Initiativen-Sprecher, „wenn du keinen vernünftigen Vorschlag hast, lege drei Varianten vor: eine miese, eine völlig miese und eine indiskutable. Wenn man dir auf den Leim geht, bekommst du immer noch die miese Variante durch.“

So reagiert die Bürgerinitiative vom Petersberg auf die in der Bürgerwerkstatt am 16. Juni 2018 vorgestellten drei Szenarien, die ein Planungsbüro für die SEG entwickelt hat.

„Wenn wir das richtig verstanden haben,“ so Kettelhöhn weiter, „ist ausgerechnet das Szenario 1, genannt Stadtteil am Fort Biehler, der Favorit der Planer.

Genau die Flächen, auf denen Mitte der 90er schon einmal ein geplantes Gewerbegebiet aus Umweltgründen nicht gebaut wurde, werden in dieser Variante bevorzugt verplant.

„Da können die Gutachter noch so viel begutachten und die Planer planen: Wenn Frischluftentstehungsgebiete zugebaut sind, brauche ich mir auch keine Gedanken mehr darüber machen, wie die Kaltluftbahnen durch die Bebauung geführt werden. Wo nichts entsteht, muß ich auch nichts mehr leiten. Haben die Verantwortlichen im Rathaus denn nichts dazugelernt?“

Die BI Fort Biehler weist auf den Kooperationsvertrag von CDU, SPD und GRÜNE hin, der dem Projekt Ostfeld/Kalkofen ein eigenes Kapitel widmet. Da steht unter anderem: „Neue Arbeitsplätze werden vorrangig auf ca. 50 Hektar großen Industrie- und Gewerbegebiet geschaffen.“

Und weiter: „Es soll ein großer, innovativer neuer Stadtteil mit überwiegender Wohn-, aber auch mit Gewerbenutzung geschafft werden … Dieser wird mit einer hohen städtebaulichen Dichte und Nutzungsmischung geplant, weswegen eine Zielgröße von 30-35 ha angestrebt wird.“

Das macht zusammen max. 80 – 85 Hektar. Die Szenarien sehen alle einen dreistelligen Flächenverbrauch vor. Der Favorit Szenario 1 gar 130 (!) Hektar. Da stellt sich dem mündigen Bürger schon die Frage, wie ernst die Aussagen der Politiker zu nehmen sind. „Wasser predigen und Flächenverbrauch zügeln wollen, aber Wein trinken – Expansion, als gäbe es kein Morgen.“

Kettelhöhn abschließend: „Wir hier am Fort Biehler sind klar positioniert. Wir verzichten gerne auf Infrastruktur zugunsten frischer Luft für uns und unserer Nachbarn – auf beiden Seiten des Rheins.“

BI Fort Biehler Kontakt: 01784783975 Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

(Jens Kettelhöhn)

(Wir meinen: Frische Luft für uns alle ist wichtiger als Prestigeobjekte und Geldmacherei - Bürger gehen vor! Kapiert? Hier ist Kastel, nicht Wiesbaden!)

 
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