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Kasteler Museumskurier - Teil III.
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Kasteler Museumskurier - Teil III.

Ist Caesar der Begründer von Kastel? - Eine Betrachtung der Entwicklung vor 2075 Jahren (I.)
 
Die Geschichte des römischen Kastel beginnt bei einer Betrachtung über die damalige politische Lage mit der Figur des Gaius Julius Caesar (100 - 44 v. Chr).

Schon als junger Mann strebte er zunächst eine militärische und in der Folge eine politische Laufbahn an. Dabei ging er Bündnisse ein, die es ihm ermöglichten durch aufwändig finanzierte Spiele, für die er sich das Geld geliehen hatte, in einflußreiche Ämter zu gelangen.

Weil er in diesen Ämtern sich wiederholt mit Rechtsbrüchen über einen großen Teil der Senatoren hinweggesetzt hatte, mußte er mit einer Anklage rechnen, sobald er wieder Privatmann wäre, und angesichts der Rechtslage auch mit einer Verurteilung.

Dies verhinderte er vorerst durch die mit fünf Jahren ungewöhnlich lange Amtszeit als Prokonsul in den Provinzen Cis- und Transalpina, die er sich verschaffen konnte.

Damals gerieten die Helvetier, die im Gebiet der heutigen Schweiz siedelten, durch die Sueben unter Druck und beabsichtigten, nach Gallien auszuwandern.

Sie wandten sich im Frühjahr 58 v. Chr. an Caesar als den dortigen römischen Statthalter, da sie zu diesem Zweck die römische Provinz Gallia Narbonensis durchqueren wollten, was Caesar aber abwies. Caesar nahm dies zum Anlass, die Helvetier wieder in die Hochalpen zurückzudrängen.

Dies war auch das Signal für ihn, hier mehr als nur eine „Flurbereinigung“ vorzunehmen, sondern bot ihm die Möglichkeit, unter dem Vorwand angeblich kriegerisch gesinnte gallische Stämme gleichfalls mit Waffengewalt anzugreifen und Beute zu machen. Bereits viele Zeitgenossen sahen in Caesars Vorgehen nichts anderes als maßlosen Ehrgeiz.

Auf diese Weise versuchte er, an Geld zu kommen, um diese unliebsame Geschichte ohne Gesichtsverlust aus der Welt zu schaffen. Mit der erhofften Kriegsbeute konnte er seine Gläubiger auszahlen. Für dieses Unternehmen standen ihm mehrere Legionen zur Verfügung.

Im Frühjahr 57 v. Chr. begann Caesar einen Feldzug, dessen Ziel es war, das gesamte jenseitige (freie) Gallien bis zum Rhein zu unterwerfen. Eine angebliche Verschwörung der Belger und anderer Gallier diente diesmal als Vorwand. Durch seine Motivation verstand Caesar es auch, den Truppen immer wieder einen materiellen Anreiz zu.

Caesar griff nun mit diesen gut gedrillten und ausgebildeten Soldaten einen Stamm nach den anderen an, und besiegte in teilweise zähen Kämpfen mehrere dieser Volksstämme. Die in Gallien ansäßigen Kelten (Gallier) waren als Stämme zerstritten und hatten sich zuvor oftmals selbst gegenseitig bekriegt.

Dieses Wissen machten sich die Römer zunutze. Die Rivalitäten führten dazu, dass die einen mit den Römern gemeinsame Sache machten in der Hoffnung, sich hier mit Beute an ihren „natürlichen“ Gegnern schadlos halten zu können. Andere wiederum versprachen sich durch den Zugewinn an Land und Sklaven ein gutes Geschäft und bessere Lebensbedingungen.

(Fortsetzung folgt) - Berichtigung: Legionärsbild: Ein "Manipel" besteht aus 160 Mann -

 
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