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GRÜNE: Nilgänse in Wiesbaden stellen keine Gefahr dar
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GRÜNE: Nilgänse in Wiesbaden stellen keine Gefahr dar

„Es besteht kein Grund zur Panikmache und zu unüberlegten Abschußforderungen“, so reagiert Christiane Hinninger, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Rathaus Wiesbaden, auf die martialische Forderung der CDU-Fraktion, die in Wiesbaden ansäßigen Nilgänse „rasch zu beseitigen“.

Das zuständige Umweltamt sehe derzeit keine Gründe, bestandssteuernd auf die Nilganspopulation einzuwirken. In 2017 habe es noch keine 200 Nilgänse in Wiesbaden gegeben.

Die Regelungen seien im Übrigen klar. Entsprechend der EU-Verordnung sind Maßnahmen zur Populationskontrolle, wenn nötig auch Vergrämungsmaßnahmen, auszuarbeiten.

Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit der Oberen Naturschutzbehörde, der Oberen Jagdbehörde und der Vogelschutzwarte. Ein solches Konzept wird dann schrittweise umgesetzt.

Die GRÜNEN weisen darauf hin, daß auch nach Einschätzung der staatlichen Vogelschutzwarte die Nilgans für den Natur- und Artenschutz ein unwichtiges Thema sei. Viele Vögel, z.B. Bodenbrüter wie Kiebitze, Braunkehlchen und die Feldlerche, fänden durch die starken Veränderungen in der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten kaum noch Lebensraum. Darum müssen wir uns kümmern, so die GRÜNEN.

Das Argument einer möglichen Gesundheitsgefährdung scheint von der CDU vorgeschoben, da noch im letzten Jahr Bürgermeister Dr. Franz diese Gefahr in einer parlamentarischen Anfrage ausgeschloßen hat. Fakt ist aber auch, daß nirgendwo in der EU-Verordnung steht, daß die Nilgänse bejagt werden müßen, so Die GRÜNEN abschließend.

(Christiane Hinninger)  Foto: Pixabay - Nilgänse bei der Erhöhung ihrer Population...                                                              

 
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